Mit der Königsproklamation verzeichnete das Schützen- und Volksfest der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Altenkunstadt von 1881 einen glanzvollen Höhepunkt. Damit gingen Festtage zu Ende, die von der ersten bis zur letzten Stunde von Sonnenschein überstrahlt wurden.
Mit stimmungsvollen Klängen hatte Alleinunterhalter Georg Schardt auf den Abend eingestimmt, als die Bekanntgabe der Ergebnisse des Hauptschießens erfolgte. Spannend blieb es auch, bis Schützenmeister Alexander Fürst und Sportwart Christian Zöcklein die Ehrenscheiben vergaben. Ein 73,4-Teiler bei der Hauptscheibe bescherte dabei Tristan Rinker in der Aktiven-Klasse die Gemeindescheibe, die er aus der Hand von Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) erhielt.
Für den besten Tiefschuss, einen 21,1-Teiler, der ihm auf der Glückscheibe bei den Senioren gelungen war, durfte Karl Kraus die von Lorenz Kraus gestiftete Ehrenscheibe in Empfang nehmen. Schützenmeister Fürst dankte dem bisherigen Jugendkönig David Rinker sowie dem Königspaar Jasmin und Georg Zapf für ihre Amtszeit. Bei der Königsproklamation wies der Schützenmeister darauf hin, dass es beim Schießen mit dem Traditionsgewehr, dem Zimmerstutzen, äußerst knapp zugegangen war, denn gleich vier "Zehner" galt es auszuwerten. Bei der Jugend blieb die Königskette in der Familie: Denn nach seinem Bruder erlangte diesmal Constantin Rinker mit einem 288,3-Teiler den Titel des Jugendschützenkönigs vor David Rinker mit einem 491,1-Teiler. Bei den Damen kam Monika Marr mit einem 208,2-Teiler als Schützenkönigin zu Ehren, der als erste Ritterin Melita Braun (679,6-Teiler) und zweite Ritterin Eva Lutz (1396,0-Teiler) zur Seite stehen.
Aus den Reihen der Sportschützen hatte zwar Hubert Marr den besten Schuss abgegeben, dem Reglement des Vereins entsprechend musste jedoch auch er die entsprechende Wartezeit von zwei Jahren einhalten. So wurde Thomas Lutz mit einem 269,9-Teiler der neue Schützenkönig, dessen Ritter Hubert Marr (262,0-Teiler) und Kurt Pulver (302,0-Teiler) sind.
Nachdem den Mitgliedern des Königshauses die künftigen Insignien ihres Amtes, die Königsketten, umgehängt waren, durften sie Blumen und die Glückwünsche entgegennehmen.
Schützenmeister Fürst bedankte sich bei allen Mitgliedern, die in den vergangenen Tagen sehr engagiert waren, sowie den Festgästen, der Gemeinde, den Stiftern, den Schützenvereinen aus der Umgebung und den Einwohnern, die ihre Häuser geschmückt hatten. dr