Solaranlagen und Denkmalschutz - das geht oft nicht zusammen. Auch im Ortskern von Pommersfelden besteht um Rathaus und Kirche "Ensembleschutz". Reinhard Wedel, der ein Geschäft in der Hauptstraße direkt neben dem Rathaus betreibt, beabsichtigte, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Haupthauses anzubringen.

Dies sei aus Denkmalschutzgründen nicht genehmigt worden, berichtete Bürgermeister Gerd Dallner (FWGS) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Inzwischen habe sich Wedel einverstanden erklärt, die Anlage stattdessen auf seinem Ladengeschäft und der rückwärtig liegenden Garage zu installieren.

Jetzt wurde die Gemeinde von der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt um eine Stellungnahme zu dem Vorhaben gebeten. In ihrer Antwort stellt die Gemeindeverwaltung fest, dass das Gebäude im unbeplanten Innenbereich liegt. Einen Bebauungsplan oder eine Gestaltungssatzung, die Photovoltaikanlagen ausschließen würden, gebe es nicht. Das Vorhaben sei daher rein aus denkmalpflegerischer Sicht zu beurteilen. Die Gemeinde erhebe keine Einwände. In diesem Zusammenhang verwies Bürgermeister Gerd Dallner auf das Baugebiet "Kühtrieb I". Dort seien Solaranlagen mit Ausrichtung auf Schloss Weissenstein nach den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht erlaubt. Diese Auflage aus dem Jahr 2000 sei heute wohl nicht mehr ganz zeitgemäß. Aus dem Baugebiet kämen immer wieder Anfragen von Hausbesitzern, die gerne eine Anlage installieren würden. Bürgermeister und Verwaltung wollen deshalb erkunden, ob sich die Einstellungen inzwischen geändert haben. "Einen Versuch ist es wert", so Bürgermeister Dallner. See