Windheim — Der Feuerlöschteich in Windheim führt derzeit nur noch einen Bruchteil seiner üblichen Wassermenge. Der Löschweiher verliert immer mehr Wasser. Die Teichsohle ist nach mehr als 50 Jahren undicht geworden. Auch die Seitenmauern des Löschteiches bröckeln. Um nach dem Schaden zu suchen, ist zusätzlich ein Teil des Wassers abgepumpt worden. Die Stadt muss bald handeln, denn ein ordentlicher Brandschutz für das Dorf ist nach Angaben von Kreisbrandinspektor Roland Geis ohne ausreichende Wassermenge im Weiher nicht mehr gewährleistet.
Ortsreferent Klaus Schebler (Neue Wege) weiß um die Brisanz und hofft deshalb, dass schnell eine Entscheidung gefunden wird, wie mit dem Problem umgegangen wird. Als vorübergehende Notlösung könnte momentan das Wasser aus dem Nachklärbecken der Windheimer Kläranlage verwendet werden. Auch ein alter Hochbehälter bietet noch einen kleinen Wasserspeicher. Doch eigentlich sind diese Wasserreservoirs zu weit vom Dorf entfernt. Das gilt auch für alle übrigen Wasserquellen. "Wir haben zwar Seen, aber die sind zu weit weg", erklärt Klaus Schebler.


Auftrag erteilt

Bürgermeister Helmut Blank (CSU) teilt mit, dass die Stadt bereits ein Planungsbüro eingeschaltet hat. Geprüft werden muss, ob der Löschteich saniert werden kann oder ob ein Neubau an gleicher Stelle oder anderswo nötig sein wird. Klaus Schebler hält eine Sanierung eher nicht für sinnvoll, da die aktuelle Fassungskapazität des Teiches ohnehin zu klein geworden ist. Um mehr Speicherkapazität zu erhalten, müsste der Weiher deutlich tiefer sein als bisher.
Als der Löschweiher vor rund 50 Jahren gebaut wurde, hatte Windheim vielleicht 250 Einwohner. "Heute sind es 380", sagt Schebler. Hinzu kommt, dass es in Windheim ein Altenheim gibt, eine besondere Situation für den Feuerschutz. Darauf macht Kreisbrandinspektor Roland Geis aufmerksam. "Es muss etwas getan werden", betont er. Es besteht nach Auskunft von Roland Geis auch die Möglichkeit, eine Löschwasserzisterne zu errichten. Welche Variante die Stadt letztendlich wählt, muss der Stadtrat entscheiden. Bürgermeister Helmut Blank und Klaus Schebler könnten sich auch mit einem Landschaftssee am Ortseingang anfreunden, der dann neben dem Brandschutz noch dem Naturschutz dienen und gut in die Landschaft passen würde. Aber das sind derzeit noch Gedankenspiele.Haushaltsmittel für die Maßnahme sind im aktuellen Etatplan nicht ausgewiesen.