22 Kinder des Kinderhorts der Carl-Platz-Schule verbrachten einen halben Tag im Herzogenauracher Dohnwald. Dabei erfuhren sie von Försterin Heike Grumann und dem Auszubildenden Frederik Hiemenz allerlei Wissenswertes über das Leben der Waldtiere im Winter.
Die Kälte im Wald konnte den dick eingemummelten Kindern nichts anhaben. Doch wie schützen sich eigentlich die Tiere im Winter vor der Kälte? Klar, manche bekommen ein dichtes Fell und fressen sich im Herbst eine dicke Fettschicht an, andere suchen sich ein Versteck und halten Winterschlaf oder Winterruhe.


Warmes Versteck gesucht

Welches Versteck hält dabei wohl am besten warm? Die Kinder bekamen die Aufgabe, ein möglichst gutes, also warmhaltendes Versteck für ein mit heißem Wasser gefülltes Filmdöschen zu suchen. Vorher wurde noch die Temperatur des Wassers gemessen: +80 Grad. Dann strömten die Kinder in Zweierteams aus, um ein gutes "Winterquartier" für ihr "Tier" (Filmdöschen) zu suchen. Nachdem für alle "Tiere" ein Versteck gefunden war, ging es weiter in den Wald hinein, wobei immer wieder unterschiedliche Tierspuren - Fußabdrücke, Losung und Fraßspuren - zu entdecken waren.
Auf die Frage, was Eichhörnchen im Winter machen, wussten die meisten Kinder eine Antwort: Sie halten Winterruhe, das heißt, sie schlafen viel in ihrem Bau, dem Kobel, wachen zwischendurch aber immer wieder auf, um zu fressen. In der Rolle eines Eichhörnchens konnten die Hortkinder Herbst und Winter nachspielen. Jedes Kind bekam sieben Nüsse, die es im Wald verstecken sollte. Dann ging es in die Winterruhe - sich zum Schlafen zurückziehen und zwischendurch immer wieder aufwachen und nach den versteckten Nüssen suchen. Dabei wurde vielen klar, wie hart der Überlebenskampf in der Natur sein kann - nicht jedes Eichhörnchen hätte wohl den Winter überlebt.
Ach ja, was war eigentlich mit den "Tieren" (Filmdöschen), die die Kinder am Morgen versteckt hatten? Sie wurden am Rückweg aus ihren Verstecken geholt. Erneut wurde die Temperatur des Wassers gemessen. Bei einigen ist die Temperatur auf 2 Grad gesunken, bei anderen nur auf 9 Grad, je nachdem wie gut das Versteck mit Zweigen, Laub oder Erde geschützt war.
Natascha Ruff