Nach der Auftaktveranstaltung in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim haben im Natura-2000-Gebiet "Maintal von Staffelstein bis Hallstadt" die Außenaufnahmen begonnen. Das teilt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Scheßlitz mit. Zusammen mit der Höheren Naturschutzbehörde ist das Amt mit seinen Mitarbeitern des Regionalen Kartierteams für die Erfassung der Lebensräume entlang des Mains zuständig.
Aus forstlicher Sicht besonders wertvoll sind der Mitteilung zufolge die Auwälder entlang des Mains und seinen Nebenflüssen, die natürlicherweise in enger Verzahnung mit Hochstaudenfluren und artenreichen Mähwiesen vorkommen.
Besonderes Augenmerk legen die Förster dabei auf das Vorkommen von inzwischen selte-nen Baumarten wie der heimischen Schwarzpappel und verschiedenen Weidenarten. Intakte Auwälder mit einem hohem Anteil an Biotopbäumen und Totholz bieten Rückzugsorte für selten gewordene Arten wie Eisvogel, Pirol oder Schwarzmilan. Nach Abschluss der Kartierarbeiten werden die Maßnahmen zur Erhaltung der Lebensräume mit den betroffenen Eigentümern besprochen.
Das Umweltprojekt Natura 2000 ist ein europäisches Schutzgebietsnetzwerk, welches Flora-Fauna-Habitat-Gebiete und SPA-Gebiete (Vogelschutzgebiete) vereint. Dieses Projekt wurde 1992 von der EU ausgerufen, um den dramatischen Schwund von Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen zu stoppen und die biologische Vielfalt in einem günstigen Zustand zu erhalten. red