von unserer Mitarbeiterin 
christiane Reuther

Haßfurt — Aufklärungsarbeit verbunden mit viel Praxis wird beim jährlichen Verkehrssicherheitstag an der Dr.-Auguste-Kirchner Realschule in Haßfurt großgeschrieben. An insgesamt fünf Stationen gewährten Feuerwehr, Wasserwacht, Rotes Kreuz, Polizei und Busunternehmen einen Einblick in die Welt der Verkehrssicherheit.
"Der Verkehrstag wird immer gut angenommen", erklärte Karin Schneyer, Verkehrserzieherin an der Schule. Die 120 Schüler aus den fünften Klassen erfuhren in Gruppen anschaulich, was zur Sicherheit beiträgt. Rettungsassistent Markus Roth gewährte einen Blick ins Innere eines Krankenwagens. "Das ist interessant, weil man lernt wie es in der Realität sein kann", äußerte sich Karolina aus der Klasse 5c.
Um die Angst vor dem Krankenwagen zu nehmen und das Gefühl als Patient zu vermitteln, durfte sich Karolina sogar auf die Liege legen. Rettungsassistent Roth erklärte Maßnahmen zur Ersten Hilfe und wie man die Messwerte von Herz und Kreislauf ermittelt.
Auch eine Vollbremsung bei 20 Stundenkilometer durften die Fünftklässler an diesem Tag erleben. Im Bus wurde den Kindern vermittelt, dass man bei einer Vollbremsung ordentlich im Bus nach vorne katapultiert werden kann. Das Ein- und Aussteigen ohne Drängeln wurde ebenfalls geübt. Anschnallen müsse selbstverständlich sein, ermahnte der Busfahrer. Außerdem sollte der Schulrucksack abgenommen werden, um den Körperschwerpunkt zu senken.
An einer anderen Station erzählten die Floriansjünger von ihren Einsätzen bei Unfällen, Sturmschäden und bei der Bekämpfung von Bränden. Auch die ganzen Hilfsmaterialien konnten die Schüler bestaunen. Zum Beispiel eine Rettungsschere, die benötigt wird, um ein Auto aufzuschneiden und Personen zu retten. Eine ganz besondere Bedeutung hat der "tote Winkel" im Straßenverkehr. Bei der Station der Polizei fand die theoretische und anschließend die praktische Unterweisung statt. Die Kinder erfuhren, was man als "toten Winkel" im Straßenverkehr bezeichnet: Es ist der von Fahrzeugführern nicht einsehbare Bereich seitlich, vor oder hinter dem Fahrzeug. Ein großes Problem stellt der "tote Winkel" vor allem bei Bussen, bei Lkws und Motorrädern dar.

Rettungsboot der Wasserwacht

Der große Renner war das Jet-Boot der Wasserwacht. Als Wasserrettungsboot kann es sowohl bei Hochwasser als auch bei einem Niedrigstand bis zu 20 Zentimeter eingesetzt werden. Eine Besonderheit des Bootes ist die Bugklappe, die ausfahrbar ist, um auf der Wasserfläche einen Ertrinkenden zu retten. Diese brenzlige Situation durfte der eine oder andere Schüler selbst erfahren, als er auf dem sogenannten "Spinboard" festgemacht wurde, mit dem Personen aus dem Wasser aufs Land gezogen werden. "Der Verkehrstag ist seit Jahren bestens organisiert", lobte Verkehrserzieherin Karin Schneyer am Ende der Veranstaltung den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen.