Zehn Jubelkonfirmanden blickten in der Jubilate Kirche im Grund auf ihre Konfirmation vor 25, 50, 60, 65, 70 und einer sogar auf 75 Jahre zurück. Pfarrer Hans-Peter Göll sagte in seiner Ansprache, dass viele - trotz der langen Zeit, die vergangen ist - den besonderen Tag noch gut in Erinnerung behalten haben, als sie "Ja" zu Jesus Christus und der evangelischen Kirche sagten.
Im Anschluss erinnerte der Pfarrer an den Film "Das Beste kommt zum Schluss" (Rob Reiner, 2007). Hier haben der weiße, hartherzige Milliardär Cole und der schwarze Automechaniker Carter, der gerne Geschichtsprofessor geworden wäre, vom Arzt erfahren, dass sie nur noch ein halbes Jahr zu leben haben. Sie freunden sich langsam an und beschließen am Ende ihres Lebens die Dinge zu tun, die ihrem Leben noch einmal Freude und Sinn geben soll - Fallschirmspringen, Autorennen, auf einer Pyramide sitzen. Letztlich ist es die Begegnung miteinander, ihre Freundschaft, die ihr Leben reich macht. Der eine lernte Menschlichkeit, der andere überwindet die Enttäuschung, dass er sein ursprüngliches Lebensziel nicht erreicht hat. Das Beste, das zum Schluss kommen sollte, etwas Majestätisches zu erleben, schaffen sie nicht mehr.
"Christen hingegen finden in der Begegnung mit Jesus Christus das ewige Leben", sagte Göll. "Sie sind durch Jesus Christus Kinder Gottes. Das wird am Ende sichtbar, wenn sie Gott in seiner Majestät begegnen."
Die silberne Konfirmation feierten Katja Thieroff und Heiko Stumpf, die goldene Angela Schwarzenau. Vor 60 Jahren wurden Hannchen Ostermeier und Siegfried Schwärzel, vor 65 Jahren Manfred Scherbel, vor 70 Jahren Karl Hartenstein, Lisbeth Ölschlegel und Waltraud Lörner konfirmiert. Die kronjuwelene Konfirmation feierte nach 75 Jahren Günter Thieroff. Michael Wunder