Die Hallerndorfer Gemeinderäte befassten sich mit der möglichen Entwicklung des Schlammersdorfer Gewerbegebietes, in dem es bisher noch zwei freie Grundstücke gibt.

Für eines davon interessiert sich das Bauunternehmen Max Bögl (Kreis Neumarkt), wie Klaus Görgner und Alexander Wotschowsky erklärten: "Hallerndorf wäre ein geeigneter Standort."

Auf dem Gelände könnte eine Zweigniederlassung von Bögl mit Bürogebäude, Werkstatt und Asphaltmischanlage entstehen. Würden die dafür geplanten fünf Millionen Euro investiert, entstünden 50 Arbeitsplätze in der Region, von denen die Gemeinde über die Steuereinnahmen profitieren würde. Der Umsatz von 12,5 Millionen Euro jährlich würde ebenfalls zum Steueraufkommen Hallerndorfs beitragen.

Lärm und Geruch

Wotschowsky erwähnte, dass eine Asphaltmischanlage mit Lärm und Geruch verbunden ist. Unter Berücksichtigung der Hauptwindrichtungen soll der Duft nach heißem Asphalt nur selten in Pautzfeld oder Schlammersdorf zu riechen sein. Für die geplanten 80 000 Tonnen Asphalt rechnet der Ingenieur mit rund vier Lkw-Bewegungen stündlich, schließlich müssten die Rohstoffe angeliefert und der fertige Asphalt zu den Baustellen gefahren werden.

"Wenn wir im September/Oktober mit den Planungen beginnen, könnten wir das Werk ab August/September 2021 in Betrieb nehmen", gibt sich Wotschowsky optimistisch. Er betont, dass diese Niederlassung für die künftigen Arbeitnehmer ein echter Gewinn sei: "Sie müssten nicht mehr so weit fahren und könnten abends zu Hause sein". Eine Entscheidung musst noch nicht gefällt werden.

Nichtöffentliche Sitzung

In der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 23. Juni vergaben die Räte eine Nachtragsvereinbarung an die Firma Laise und Ruhm zur Entfernung vorgefundener Fundamente an der Grund- und Mittelschule Hallerndorf. Den Auftrag zur Entfernung der Fassadenplatten an den Giebelseiten der alten Turnhalle und das Herausschneiden der Fensteröffnung bei der Schulsanierung erhielt die Firma Scholz aus Weismain, vorbehaltlich der Prüfung durch die Bauhaftpflichtversicherung.

Den Nachtragsvereinbarungen mit der Firma Haustechnik-Müller zur Schulsanierung stimmten die Gemeinderäte zu, ebenso der Nachtragsvereinbarung mit der Firma THP-Tech bezüglich der Flächenkollektoren für den Neubau des Kindergartens in Trailsdorf.