Der aktuellen Situation geschuldet stattete der TSV Lonnerstadt sein jährliches Kellerfest heuer mit einem Lieferservice aus. Als sich die Helfer am Samstagmorgen zu den Vorbereitungen zum ersten Kellerfest@home im TSV-Sportheim trafen, hätten sie normalerweise schon zwei Tage Aufbau in den Knochen gehabt und wären dann damit beschäftigt gewesen, das Fest rund um den Musikpavillon in Lonnerstadt für den Abend fertigzustellen.

Aber auch für das Kellerfest@home waren etliche Vorbereitungen nötig. Zum Ablauf mussten im Vorfeld entsprechend Helfer organisiert werden, Lieferanten wurden informiert und die zahlreichen Bestellungen mussten schließlich per Smartphone, Flyer oder dem klassischen Telefon entgegengenommen werden. Vor allem die letzten beiden Bestelltage ließen die Telefone regelrecht heiß laufen.

Um die 25 Helfer machten sich am Samstag im Sportheim an die Arbeit, die vielen verschiedenen Platten herzustellen, die Getränke abzufüllen und alles fachgerecht zu verpacken. Gekühlt wurden die Lebensmittel und Getränke in den hauseigenen Kühlräumen. Schließlich sollten die Waren den gleichen Zustand haben wie beim normalen Verkauf am Kellerfest. Letztendlich konnten die Helfer dann über 500 Getränke und über 900 Bratwürste, Kellerplatten und Küchle ausliefern.

Ab 16 Uhr machten sich die Fahrer mit den weit über 100 Bestellungen auf den Weg. Die Routen wurden vorab so optimiert, dass die Ware schnellstmöglich an die Kunden geliefert werden konnte.

Nach gut zwei Stunden waren alle Bestellungen nach Höchstadt, Etzelskirchen, Lappach, Schwarzenbach, Sterpersdorf, Greiendorf, Mailach, Ailsbach, Fetzelhofen, Warmersdorf, Oberwinterbach, Vestenbergsgreuth, Uehlfeld und natürlich Lonnerstadt geliefert und die privaten Kellerfeste konnten überall beginnen.

Zu einem richtigen Kellerfest gehört natürlich die musikalische Umrahmung. So überraschte die Kapelle "Drei-Franken-Eck" die TSVler mit einem 20-minütigen YouTube-Video und sorgte damit für die passende Musik.

So schön es auch war, blicken die Organisatoren mit Vorfreude aufs nächste Jahr, in dem sie zum 30. Jubiläum das "Loschedder Kellerfest" gerne wieder mit vielen Gästen vor Ort feiern würden. Markus Ruhmann