Der internationale Kanuverband richtete einen hochkarätigen Wettkampf in Markkleeberg, auf Deutschlands modernster Kanuanlage, aus. Aufgrund ihrer Spitzenplatzierungen im Vorjahr erhielten die drei Bamberger Junioren (17/18 Jahre) Jakob Hein, Daniele Soriano und Mirjam Kirschner die Teilnahmeberechtigung für diese internationalen Wettkämpfe. 13 Nationen (unter anderem auch aus Kanada und der Türkei), gespickt mit Weltklasseathleten (ehemalige Welt- und Europameister sowie wie Olympiateilnehmer), waren am Start.
Ab dem Jahrgang 2003 und älter starten alle Kanuten in ihrer jeweiligen Disziplin in einem Feld. Dieses Jahr fand keine Trennung zwischen den Nationalmannschafts- und den Vereinsfahrern statt. Nach dem ersten Lauf qualifizierten sich die 30 Besten direkt fürs Halbfinale, nach einem zweiten Lauf erhielten weitere zehn die Chance, im Halbfinale dabei zu sein.
Im ersten Lauf im Kajak-Einer (K1) mit 88 Teilnehmern, musste Jakob Hein im schweren Wildwasser eine Eskimorolle hinlegen, kam etwas von der Linie ab und erreichte Platz 47. Sein Mannschaftskamerad Daniele Soriano paddelte sehr schnell, kam aber mit acht Straffehlerpunkten nur auf Platz 46. Im zweiten Lauf fuhr Daniele Soriano hochkonzentriert, technisch sauber und sicherte sich durch einen Nullfehlerlauf mit Platz 4 den Einzug ins Halbfinale, den Jakob Hein mit Platz 21 verpasste.


Halbfinale verpasst

Mirjam Kirschner stellte sich mutig der schweren Strecke im K1 der Damen und landete auf Platz 56 von 77 Teilnehmerinnen. Die zahlreichen Torberührungen und die daraus resultierenden Strafsekunden verhinderten eine bessere Platzierung. Im zweiten Lauf fand die junge Bambergerin eine bessere Linie, aber zur Fahrzeit wurden zwölf Strafsekunden hinzugerechnet. Platz 31 reichte nicht fürs Halbfinale.
Der K1-Bundestrainer Herren, Thomas Apel, setzte die Tore für das Halbfinale, in dem sich die zehn besten Boote für das Finale qualifizieren. Daniele Soriano gelang es erneut, sich auf den Punkt genau zu konzentrieren. Mit einer sehr schönen Linie und ohne Stangenberührung schob er sich im Halbfinale auf Platz 23 vor. Er ließ u.a. den Nationalmannschaftsfahrer Stefan Hengst sowie den ehemaligen Juniorenweltmeister Mario Leitner aus Österreich hinter sich. Den Sieg holte sich im K1 der Herren der Nationalmannschaftsfahrer Sebastian Schubert, vor U23-Weltmeister Jakob Grigar (Slowakei) und dem Polen Dariusz Popiela.
Beim K1 der Damen siegte überraschend die Polin Natalia Pacierpnik,vor der ehemaligen Doppelweltmeisterin aus Österreich, Corinna Kuhnle. Als beste Deutsche landete die Topfavoritin Ricarda Funk auf Platz 3.
Für die Bamberger Talente stehen in den nächsten Wochen die Qualifikation für das Nationalteam und der Deutschland-Cup auf dem Programm. HKW