Das Felsendorf Tüchersfeld mit einem der schönsten Geotope Bayerns ist eine einzige Großbaustelle. Bereits im April begannen die Arbeiten zur Erneuerung der kompletten Ortswasserleitung und zur Mitverlegung der Glasfaserleitungen des Bürgernetzes Pottenstein. Eigentlich hätten die Bauarbeiten in Tüchersfeld bis Ende September abgeschlossen sein sollen. Wegen der Corona-Beschränkungen verzögere sich nun aber das Ganze, erklärt Zweiter Bürgermeister Roland Lang (BU).

Denn nachdem die Grenzen geschlossen wurden, kamen die Arbeiter der lettischen Firma LEC nicht mehr nach Deutschland hinein. Auch gab es Lieferschwierigkeiten für manche Materialien, bestätigt Bauhofleiter Klaus Eckert. Er hofft, dass die Arbeiten in Tüchersfeld mit dem Anschluss aller 80 Häuser bis etwa Ende Oktober abgeschlossen werden können.

Derzeit wird in Tüchersfeld an vier Stellen gleichzeitig gearbeitet. Verlegt werden etwa 2,5 Kilometer lange wärmegedämmte Wasserleitungen, teilweise auch im Bohrspülverfahren unter der Bundesstraße und der Püttlach hindurch, auch bis zum Campingplatz Fränkische Schweiz. Gleichzeitig wird die Glasfaserleitung bis in jedes Haus mitverlegt. Das spart Kosten, weil nicht so tief gegraben werden muss, auch wenn die wärmegedämmten Wasserleitungen teurer sind.

Laut Lang hatte man ursprünglich mit Kosten von 1,2 Millionen Euro nur für den Wasserleitungsbau gerechnet. "Durch die gleichzeitige Verlegung der Glasfaserleitung sparen wir uns nun rund 300  000 Euro ein", sagt Lang, der betont, dass dies den Bürgern zugutekomme, weil die Beiträge für den Wasserleitungsbau dann niedriger ausfallen.

Eine weitere größere Baumaßnahme findet derzeit in Kirchenbirkig statt. Dort wird die Straße vom Pfarrheim bis zur Stieglitzenhöhe auf der gesamten Länge von 500 Metern durch die Firma Tauber-Bau erneuert.