Die Herzlichkeit und mitmenschliche Wärme, die im Miteinander des Volkschores mit seiner engagierten Chorleiterin immer wieder auffällt, prägte auch die harmonisch verlaufende Versammlung mit Ehrungen und Neuwahlen. Die von Manfred Vogel, der Schriftführerin Iris Komann und der Chorleiterin Cornelia Schmid vorgetragenen Berichte zeugten von einem regen Vereinsleben der 76 Mitglieder mit dem 40-köpfigen Chor.
Die Neuwahlen des fünfköpfigen Gremiums erfolgten weitgehend einstimmig und auch die von Maria Müller beantragte Beitragserhöhung von 30 auf 42 Euro pro Jahr wurde ohne Diskussion angenommen. "Wir sind zwar nicht pleite, aber eine ausgeglichene Kasse war nur durch die Spenden möglich", warb die Kassiererin für eine Erhöhung des Jahresbeitrages um zwölf Euro.
Im vergangenen Jahr gab es neun Konzertauftritte, wobei insbesondere das sehr gut besuchte Schlosshofkonzert einen Höhepunkt darstellte. Da das Rathaus abgerissen wird, gibt es am 24. Juni das Konzert, das unter dem Motto: "Sing mit! Das Konzert zum Mitmachen" steht, zum letzten Mal im Schlosshof. Dabei wird das Publikum direkt mit einbezogen, es darf klatschen, es darf pfeifen, singen, tanzen, gab Cornelia Schmid schon mal die Richtung vor. Die Chorleiterin rief die Mitglieder auf, einen geeigneten Ausweichort in Herzogenaurach vorzuschlagen, um das beliebte Konzert auch im nächsten Jahr wieder stattfinden zu lassen. Auch das Konzert am 9. Mai in der Fachklinik, das Sommerfest am 17. Juni in Münchaurach oder das "Singen im Weinberg" oder das festliche Konzert am 16. Dezember werden ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Vereins geben, so die Chorleiterin.


Drei neue Tenöre

Viel Lob gab es von ihr in ihrem mit Leidenschaft vorgetragenen Rückblick und ihrer Vorausschau für dieses Jahr. "Das Jahr 2017 zeigt mir deutlich, dass der Volkschor auf dem richtigen Weg ist: Wir haben sechs neue Sänger und Sängerinnen gewonnen, ein Sänger, der pausiert hatte, hat den Weg zurück zum Volkschor gefunden, darunter sind drei Tenöre, was mich aus musikalischer Sicht besonders freut", erklärte Cornelia Schmid. So gehe das Konzept, über die Steigerung der stimmlichen Qualität der Chorsänger sowie die Öffnung des musikalischen Horizontes Interesse zu wecken, auf. "Mein Ziel ist natürlich immer noch, den Volkschor wieder auf sichere sängerische Beine zu stellen. Deshalb versuche ich, das Chorleben für alle so interessant wie möglich zu halten", so Schmids Ziel.
Neu war im vergangenen Jahr auch eine Chorversammlung, und dabei hatten alle Vereinsmitglieder die Gelegenheit, Themen, die sie bewegen, anzusprechen und zu diskutieren. Zwischenmenschliche Differenzen, die es einmal gegeben hatte, konnten bei der Chorversammlung weitgehend ausgeräumt werden.
Cornelia Schmid will zum beliebten Grillfest am 21. Juli diesmal ein "Gastensemble" einladen, um neue Zielgruppen zu erschließen und mehr Gäste für das Fest zu interessieren. "Es bleibt also spannend. Bitte helft mir weiterhin, am Volkschor zu arbeiten. Bringt euch ein, nutzt die nächste Chorversammlung, seid kreativ. Der Volkschor bleibt am Leben und lebendig, das ist mein Ziel, dafür trete ich ein, davon bin ich überzeugt", rief Cornelia Schmid zur Mitarbeit auf.
Zuvor hatten Gruppenvorsitzende Emilie Meier und Manfred Vogel mit den Ehrungen eine angenehme Aufgabe zu erfüllen. So singt Birgit Lechner seit 1988 aktiv im Chor, war von 2007 bis 2012 auch Zweite Vorsitzende und ist seitdem im gleichberechtigten Fünfer-Gremium ehrenamtlich tätig.
Dem Volkschor seit 1968 als Sängerin verbunden ist Maria Müller, sie führt seit 1982 die Kasse und wurde von der Gruppenvorsitzenden vom fränkischen Sängerbund sowie vom deutschen Chorverband mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet.