24 Abiturienten der Regiomontanus-Schule - Fachoberschule - tauchten direkt nach den Prüfungen in eine andere Welt ein: Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland. Die Lehrkräfte Belinda Flemming und Tina Riedel gestalteten zusammen mit Brigitte Harth, der Leiterin des Schülerlabors "Open Sea", ein einwöchiges Forschungsprogramm. Hierbei konnten die Fachoberschüler je nach Interessenlage an verschiedenen Workshops der "Bio-Gruppe" oder der "Plastik-Gruppe" teilnehmen und selbstständig forschen. Während verschiedener Wanderungen wurden der Strand, das Flachwasser und das Felswatt erkundet. Viele Algenarten und Meerestiere wanderten in die Sammeleimer. Boden- und Wasserproben wurden genommen.
Jeden Tag analysierten und bestimmten die Schüler das gesammelte Material. In einer Aktion wurden alle menschlich verursachten Fundstücke vom Strand gesammelt und den Kategorien Plastik, Mikroplastik, Metall, Papier und Mischprodukt zugeordnet. Anschließend konnten die Fachoberschüler die exakte Materialart mithilfe von IR-Spektroskopie bestimmen.
Das Schülerlabor ermöglichte auch eine Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI), wodurch eine einzigartige Ausfahrt mit dem Forschungsschiff "Uthörn" erlebt wurde. Dabei konnten die Coburger weitere Materialgewinnungsmethoden wie Dredgefang und Grundschleppnetz beobachten und anschließend im Großeinsatz den schleimigen Fang aussortieren. Nach der Bestimmung der Fischarten wurden diese seziert und deren Mageninhalt nach Mikroplastik untersucht. Nur ein Fischmagen enthielt ein Plastikkörnchen.
Bis dahin noch nie gesehene Tierarten wie Seespinne, Tote Mannshand, Taschenkrebs, Einsiedlerkrebs, Moostierchen oder Röhrenwürmer wurden neugierig bestaunt. Durch die Entnahme von Planktonproben aus dem Tiefenwasser konnten sich die Schüler einen Überblick über die Vielfalt von Kleinstlebewesen verschaffen. Größere Tiere waren auf der Helgoländer Sanddüne zu finden: Robben und Seehunde. red