Die Stadt Sonneberg hat die Entwicklung ihrer kommunalen Wärmeplanung abgeschlossen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Mit Bekanntmachung des Beschlusses verfügt Sonneberg über einen offiziellen Kommunalen Wärmeplan und erfüllt damit die Anforderungen des Wärmeplanungsgesetzes.

Der vorliegende Bericht dient als strategischer Wegweiser für die künftige Wärmeversorgung der Stadt. Ziel ist es, bis zum Jahr 2045 eine verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Versorgung für alle Bürger und Unternehmen sicherzustellen.

Die Bestandsanalyse zeigt, dass derzeit rund 85 Prozent des Wärmebedarfs in Sonneberg durch Erdgas abgedeckt werden. Fast die Hälfte der Gebäude entstand vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977. Laut der Pressemeldung besteht hier ein hoher energetischer Sanierungsbedarf. Durch gezielte Sanierungsmaßnahmen ließe sich der stadtweite Wärmebedarf bis 2045 um etwa 22 Prozent senken.

Weg mit den Fossilen

Zur Ablösung fossiler Brennstoffe setzt Sonneberg auf lokale Potenziale. Besonders wichtige Bausteine sind die Dekarbonisierung der Fernwärmenetze der Likra im Stadtgebiet. Im Planungsprozess teilte die Stadt das Gebiet in verschiedene Versorgungszonen auf. Für dicht besiedelte Bereiche wie das Stadtzentrum und Wolkenrasen liegt der Fokus auf dem Ausbau von Wärmenetzen, während Randlagen für dezentrale Lösungen geeignet sind. Einen Anschluss an ein Wasserstoffnetz hält die Stadt aktuell angesichts großer Entfernungen zum H2-Kernnetz nicht für sinnvoll.

Mit dem Bericht startet die Phase der Umsetzung. Ein erster Schritt könnte die energetische Sanierung städtischer Gebäude sein, gefolgt von der Prüfung von Abwärmepotenzialen. Der Bericht empfiehlt die Vergabe von Machbarkeitsstudien, um den Aufbau neuer Wärmeverbundsysteme detailliert zu untersuchen.

Aus dem Plan ergeben sich keine direkten rechtlichen Verpflichtungen für Gebäudeeigentümer zum Austausch der Heizung, betont die Stadt. Vielmehr zeige der Wärmeplan langfristige, sichere und kosteneffiziente Wege zur Wärmewende auf. red