Die schrecklichen Bilder von flüchtenden Familien aus der Ukraine haben bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Betroffenheit ausgelöst. Wie kann man nur helfen, haben sich viele gefragt. Auch die Verbindungslehrer der Realschule CO II, Julia und Kai Brückner: „Wenn jedes Kind an unserer Schule zehn Euro sammelt und spendet, dann kommen wir auf etwa 8000 Euro, die wir im Lehrerkollegium dann auf 10.000 Euro aufrunden könnten“, war ihre Idee.

Und es hat tatsächlich geklappt, wie das Landratsamt mitteilt: Die Schülerinnen und Schüler der Realschule CO II haben gemeinsam mit dem Lehrerkollegium 10.000 Euro gesammelt und spenden diese Summe dem Landkreis Coburg, damit dieser es für ukrainische Flüchtlingskinder hier in der Region einsetzen kann.

„Das ist eine fast schon unglaubliche Summe, die die Schülerinnen und Schüler der CO II zusammenbekommen haben und spenden. Ich bin wirklich überwältigt von so viel Engagement und Hilfsbereitschaft und kann nicht oft genug ein ganz großes Dankeschön dafür sagen. Das Geld kommt auf jeden Fall genau bei denjenigen an, für die es die Schülerinnen und Schüler gesammelt haben: Bei den ukrainischen Flüchtlingskindern in der Region Coburg“, verspricht Landrat Sebastian Straubel.

So soll jedes Kind, das aus der Ukraine in Stadt oder Landkreis Coburg angekommen ist, einen Ferienpass für die Sommerferien erhalten. Darüber hinaus werden Kinderbücher und Spielekisten für die Notunterkünfte im Landkreis Coburg angeschafft.

Und nachdem der Landkreis Coburg bereits einen digitalen Wünschebaum auf seiner Ukrainehilfe-Website www.landkreis-coburg.de/ukrainehilfe anbietet, sollen auch insbesondere die Kinder aus der Ukraine ihre Wünsche erfüllt bekommen. Diese Wünsche können sie malen und bekommen sie dann von den Spendengeldern der Realschülerinnen und Realschüler erfüllt. Die Koordination übernimmt das Landratsamt Coburg. „Dieses Miteinander-Füreinander haben die Schülerinnen und Schüler der Realschule CO II mit dieser Spendenaktion vorbildlich gelebt. Ich bin wirklich stolz auf das große ehrenamtliche Engagement in unserem Coburger Land, auf die nach wie vor ungebrochene Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger für die Opfer des Kriegs in der Ukraine, aber vor allem auf unsere Kinder und Jugendlichen. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie sich derart engagieren. Ich bin stolz, wie sie Integration leben, wie sie für andere da sind und wie sie damit ein Stück Frieden geben“, meint Landrat Straubel. red