Der aktuelle Stand des Umbaus des Rödentaler Rathauses stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Architekt Christian Wuttke und Wendelin Fink vom Hochbauamt informierten ausführlich über den Baufortschritt, den Kostenstand und den weiteren Zeitplan.
Christian Wuttke ging dabei detailliert auf die derzeit laufenden Arbeiten ein. Ursprünglich sollten die Rohbauarbeiten bereits im Juni 2026 abgeschlossen sein. Dieser Termin musste jedoch um einen Monat verschoben werden. Trotz der Verzögerung zeigte sich der Architekt insgesamt zuversichtlich.
Kritik am Statiker
Ein ausdrückliches Lob sprach Wuttke den regionalen Handwerksbetrieben aus. Mit Blick auf die ausführenden Firmen brach er eine Lanze für die Unternehmen aus der Region. Dort gebe es keine größeren Probleme, die Arbeiten würden zuverlässig und engagiert ausgeführt.
Deutlich kritischer fiel dagegen seine Einschätzung des für die Statik verantwortlichen Auftragnehmers aus. Dessen Präsenz auf der Baustelle und das notwendige Engagement ließen „offensichtlich sehr zu wünschen übrig“, sagte Wuttke. Gerade in diesem Bereich komme es immer wieder zu Schwierigkeiten.
Für das laufende Jahr stehen nach seinen Angaben wichtige Bauabschnitte an. Geplant sind die Fertigstellung der Dacharbeiten, die Schließung des Atriums sowie der Gebäudehülle. Darüber hinaus sollen die Rohinstallationen und die Arbeiten an der Haustechnik beginnen.
Fertig bis Ende 2027
Auf Nachfrage des Zweiten Bürgermeisters Thomas Lesch ( SPD ) erklärte Wuttke, dass er fest davon ausgehe, den Rathausumbau bis Ende 2027 abschließen zu können. Die ordnungsgemäße Schlussabrechnung soll nach seiner Einschätzung bis Mitte 2028 erfolgen. Eine Gefährdung der Fördermittel sehe er derzeit nicht.
Wendelin Fink berichtete, dass inzwischen rund 70 Prozent der Bausumme vergeben seien. Aufgrund der gesicherten Zahlen gehe er davon aus, dass der veranschlagte Kostenrahmen von insgesamt 16 Millionen Euro eingehalten werden könne.
Auch Bürgermeister Marco Steiner (FW) bewertete die Entwicklung positiv. „Im Moment sehe ich die Situation sehr entspannt“, sagte er mit Blick auf die Kosten des Großprojekts. Einstimmig beschloss der Stadtrat zudem, den Stadtwerken die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 2,36 Millionen Euro zu ermöglichen. Die Mittel sollen in die Wasserversorgung (750.000 Euro ), das Hallenbad (75.000 Euro ), die Fernwärme (535.000 Euro ) sowie die Abwasserbeseitigung (1.000.000 Euro ) investiert werden.