Queere Menschen empfinden sich nicht als heterosexuell oder identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen aufgrund äußerlicher Merkmale zugewiesen wird. Für sie hat das Evangelische Dekanat Coburg nun ein eigenes Seelsorgeangebot. Darüber informiert das Dekanat in einer Mitteilung.
Queere Lebensgeschichten würden Besonderheiten mit sich bringen, heißt es da. „Das Coming Out in Familie oder Freundeskreis gestaltet sich vielleicht schwierig. Folgen können Ablehnung oder tiefgreifende soziale Veränderungen sein.“ Eine Transition, also die Anpassung des eigenen Lebens an die eigene Geschlechtsidentität, sei mit emotionalen Herausforderungen verbunden. „Viele erleben Diskriminierungen aufgrund ihrer queeren Identität, auch im christlichen und kirchlichen Umfeld“, heißt es weiter. Die Queersensible Seelsorge in Coburg „hört zu, begleitet auf queeren Lebenswegen, spricht Segen zu und entdeckt gemeinsam ermutigende und befreiende Botschaften in biblischen Geschichten“. Denn auch die Bibel erzähle von Veränderungen, von zweifelnden Menschen, von Menschen, die mit Gott und mit ihren Erfahrungen hadern. Die Queersensible Seelsorge sei davon überzeugt, dass die christliche Botschaft von der Liebe Gottes für alle Menschen gelte, egal welcher sexuellen und geschlechtlichen Identität.
Die Ansprechpersonen der Queersensiblen Seelsorge sind zumeist selbst queer oder queersensibel geschult. Sie öffnen einen Raum für alle, die ein Gespräch oder eine Begleitung suchen. Mehr über das Team und das Angebot online unter coburg-evangelisch.de/queersensible-seelsorge. red