Aykut Civelek ist jetzt ein „Mönch”! Der 32-jährige Neustadter tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters und seiner Brüder. Denn alle - Vater Ali sowie sein jüngerer Bruder Cankut als auch sein älterer Bruder Ali - trugen in der Vergangenheit bereits das Trikot des TSV Mönchröden .
Für den Wildpark-Klub ist er mit Sicherheit der Königstransfer in diesem Sommer, denn der treffsichere Türke gilt als Ausnahmespieler in der Region. Nach seinem plötzlichen Aus beim FC Coburg wurde es ruhig um den „Unruhestifter” in fremden Strafräumen. Sechs Spieltage vor Saisonende - die Vestekicker steckten mitten im Abstiegskampf der Bayernliga Nord - kam es Ende April nach internen Querelen zur Trennung. Eine Entscheidung, die den Coburgern letztlich möglicherweise den Klassenerhalt gekostet hat.
Civelek trainiert wie Ringer
Civelek trainierte fortan alleine. Er hielt sich bei seinem Heimatverein SV Türkgücü Neustadt fit und absolvierte mehrere Trainingseinheiten mit den Neustadter Ringern. „Er ist topfit und ehrgeizig wie eh und je. Er will etwas beweisen“, sagt Christian Holzmann.
Der Manager des Landesligisten ist stolz auf seinen Coup - sicher der größte in seiner bisherigen Amtszeit als Sportlicher Leiter.
Lange herrschte in Fußballerkreisen Rätselraten, wohin Civelek wechseln würde. In der Gerüchteküche brodelte es. Die üblichen Verdächtigen waren genauso in der Verlosung wie zwei Kreisligisten, und selbst ein Kreisklassist machte sich kurze Zeit Hoffnungen. Landesliga-Aufsteiger SC Sylvia Ebersdorf lehnte dankend ab, beim FC Kronach und beim SV Türkgücü Neustadt gab es vielversprechende Gespräche, aber keine Einigung. Auch der ambitionierte SV Bosporus Coburg wurde heiß gehandelt. Am Ende machte der TSV Mönchröden das Rennen.
Ein Klub, der bekannt dafür ist, außergewöhnliche Stürmer in seinen Reihen zu haben.
In der 2. türkischen Liga
Das entscheidende Gespräch führte Holzmann am Montagabend. Nun müssen die Passmodalitäten mit dem Ligakonkurrenten FC Coburg noch geklärt werden. Ob Civelek bereits am Sonntag zum Punktspielstart gegen die DJK Hain (15 Uhr im „ Wildpark “) aufläuft, steht noch nicht fest. Nach seiner Zeit in der 2. türkischen Liga wechselte er zur SpVgg Greuther Fürth und kickte dort drei Jahre in der Regionalliga, ehe er 2016 ligaintern zum SV Seligenporten ging.
Nach den Zwischenstationen TSV Sonnefeld (2017/2018) und SC Sylvia Ebersdorf (2018/2019) folgten drei Jahre in der Landesliga beim VfL Frohnlach.
„Tormaschine” für FCC
Danach begann seine erfolgreiche Zeit beim FC Coburg, für den er fast fünf Spielzeiten stürmte und mit insgesamt 104 Toren in 153 Pflichtspielen maßgeblichen Anteil an zwei Aufstiege in die Bayernliga hatte. 2023 gelangen dem bei der HUK-Coburg beschäftigten Stürmer 35 Tore und während der Meistersaison 2025 erzielte der Linksfüßer 30 „Kisten”. Die beiden Wiederabstiege aus der Bayernliga konnte aber auch er nicht verhindern. Ganz im Gegenteil: Am Ende musste er tatenlos mit ansehen, wie sich die „Roten” verzweifelt gegen den Abstieg wehrten.