Als sehr erfreulich bezeichnete es Erste Bürgermeisterin Christine Frieß, dass die Burgkunstadter Ortsteile Hainzendorf, Reuth und Kirchlein nun mit einem Ortssprecher im Stadtrat vertreten sind. Bei einer Zusammenkunft der Bürger auf dem Sportgelände in Kirchlein wurde Clemens Müller als Ortssprecher gewählt.

Frieß erinnerte zunächst daran, das alle Stadtteile, die am 18. Januar 1952 selbstständig waren, die Möglichkeit besitzen, einen Ortssprecher zu wählen. Dieser könne an allen Sitzungen des Stadt- oder Gemeinderats mit beratender Stimme teilnehmen und Anträge stellen.

Am 1. Januar 1977 wurde Kirchlein, das bis dahin zusammen mit Hainzendorf und Reuth eine eigenständige Gemeinde gebildet hatte, nach Burgkunstadt eingemeindet. Von 1977 bis 2002 war Rudi Steuer als Stadtrat aus Hainzendorf im Stadtratsgremium tätig. Ab 2002 war der Ort nicht mehr durch einen Stadtrat oder Ortssprecher vertreten.

In Kirchlein wurde zuletzt der Feuerwehrhausvorplatz saniert, Gehwege neugestaltet und die dortige Staatsstraße erneuert. Auch wurden weitere Projekte im Rahmen der Ortserneuerung durch die engagierten Bürger angestoßen. Nun könne dies noch verbessert werden, da der Informationsfluss seitens der Bürger zur Stadt Burgkunstadt mit einem Ortssprecher weiter verbessert werde, so Frieß.

Vorgeschlagen wurde Müller vom Kulmbacher Ehrenmedaillenträger Rudi Steuer. Er habe die Geschicke Kirchleins und auch seiner Vereine in den letzten Jahren maßgeblich mitgeprägt. Da keine weiteren Vorschläge kamen, wurde Müller mit 58 von 60 Stimmen zum neuen Ortssprecher gewählt. Thomas Dembowski gratulierte dazu seitens der Ortsvereine und überreichte dem passionierten Gärtner Clemens Müller eine Peperonipflanze, damit seine Arbeit für den Ort immer die nötige Würze haben möge.