Johannes Schlereth

Flexibel sein beim Campen, das ist der Hintergedanke der Firma Knaus bei den beiden Mobilheimen, die kommende Woche auf dem Campingpark in Bad Kissingen aufgestellt werden.
Das Prinzip dahinter kann der Prokurist der Firma Knaus, Oliver Krämer, schnell auf den Punkt bringen: "Koffer rein und der Urlaub geht los. Die vollausgestatteten Kabinen bieten höchsten Komfort für vier Personen und können in Bedarfsfällen von ihrem Standort entfernt werden."
Doch nicht nur bei den Unterkünften gibt es Neuerungen im Areal. Optische Verschönerungsarbeiten stellen hier noch die kleinsten Veränderungen dar. Großen Wandel wird vor allem die angeschlossene Gastronomie erfahren. Man wolle etwa das vorhandene Bistro umbauen, eine neue Küche installieren, um auch den Biergarten wieder eröffnen zu können.
Angedacht ist außerdem die Wiederbelebung des Kanu-Steges. Weitere Attraktion des Parks werden ein Grillplatz und eine Spieleecke für Kinder darstellen.
Neu ist auch die Unterbringung der Camp-Managerin Sandra Riesen auf dem Areal. Riesen steht seit der Eröffnung am 28. März den Gästen vor Ort auch außerhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung. Für sie werde eine extra Wohnung auf dem Platz errichtet, um den Campern diesen Service zu bieten, erklärt Krämer. "Für die Betreuung unserer Gäste werden wir insgesamt vier bis fünf Angestellte vor Ort haben", zählt er den zukünftigen Personalstamm am Standort Bad Kissingen auf. "Die sind für ein Areal mit 100 Stellplätzen, wovon 20 für Dauercamper gedacht sind - und 20 zusätzliche Zeltstellplätze verantwortlich." Eine Veränderung sticht den Campern schon jetzt ins Auge. Noch bevor man das Campingareal betritt, lässt sich auf einem Schild "Campingpark" lesen. Über den Unterschied zum gewöhnlichen Campingplatz kann Geschäftsführerin Sandra Knaus Klarheit verschaffen: "Ein 'Platz' ist ein Platz, ein 'Park' dagegen eine ästhetische Anlage."
Bei der Übergabe am 10. April betonte Oberbürgermeister Kay Blankenburg, dass er sehr froh darüber sei, die Firma Knaus als Partner gefunden zu haben. Er betonte, dass sich hier "ein Premiumstandort mit einem Premiumpartner" verbinde, was sich auch in der Zusammenarbeit mit der Stadt geäußert hätte.
Die Firma Knaus ist kein Unbekannter in der Campingszene, fertigt sie doch Reisemobile, Carvans oder Camping-Kastenwagen. Außerdem verfügt sie über ein Campingpark-Netzwerk, in diesem stellt der Kissinger Park den 26. deutschlandweit dar.
Der Weg bis zur Übergabe des Campingparks war jedoch ein langer: Der Verkauf wurde von der Stadt im Rahmen des Konsolidierungspaketes angeregt. "Wir haben das Inserat gesehen und waren interessiert", begründet Krämer das Interesse der Firma am Areal. Bei der Planung hätten Faktoren wie die Lage im Grünen und die Möglichkeiten der Kurstadt eine große Rolle gespielt. "Nachdem wir dann alles durchgerechnet haben, haben wir uns entschlossen an der Ausschreibung teilzunehmen", fügt die 46-Jährige Geschäftsführerin Sandra Knaus an. Der Ausschreibung folgten Konzeptvorstellungen, bei denen die Firma Knaus überzeugen konnte. Am 15. März wurde schließlich der Vertrag unterschrieben. "Wir haben dann sofort Anfragen von Campern bekommen, daher haben wir uns entschlossen, den Park schon eine Woche vor dem eigentlich geplantem Termin, also am 28. März, zu eröffnen", führt sie aus. Die Entscheidung habe sich ausgezahlt, man könne für das erste Wochenende bereits 200 Übernachtungen vorweisen.
Das neue Konzept hinter dem Campingpark, verbunden mit den bisherigen Eindrücken am Standort lassen die neuen Eigentümer optimistisch in die startende Saison blicken: "Wir sind uns sicher, dass eine hervorragende Entwicklung ansteht und können deshalb guten Mutes in die erste Saison am Campingpark Bad Kissingen starten."