Wie sehen die Küpser ihre Gemeinde? Womit identifiziert sich die Küpser Bevölkerung? Wie möchte sie in Zukunft wahrgenommen werden? Was könnte ein guter Slogan für Küps sein? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am vergangenen Wochenende kreative Menschen bei einer "Bürgerwerkstatt" im Küpser Rathaus.
Bürger, Mitglieder des Marktgemeinderates und Mitarbeiter aus der Verwaltung waren der Einladung von Bürgermeister Bernd Rebhan gefolgt, um ein mögliches Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. "Der Markt Küps hat sich mit einem Gemeindeentwicklungskonzept auf den Weg gemacht, um zukunftsweisende Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das kann und soll nicht Chefsache sein, das wollen wir gemeinsam mit unserer Bevölkerung entwickeln", so der Bürgermeister in seiner Begrüßung. Moderiert von Torsten Hanft erarbeiteten die Teilnehmer den Ist- und den Soll-Zustand ihrer Sicht auf die Heimatgemeinde. Der geschäftsleitende Beamte Torsten Michel präsentierte die Resultate der vorausgegangenen Mitmach-Aktion, bei der 110 Vorschlägen eingegangen waren. Auch diese Vorschläge gingen in die Diskussion ein.


Acht Schlösser kaum verwertbar

Die im Gemeindegebiet vorhandenen acht Schlösser wurden im Rahmen der Bürgerwerkstatt als ein markantes Alleinstellungsmerkmal herausgearbeitet und von vielen Teilnehmern auch genannt. Allerdings ließe sich dieser Ansatz kaum verwerten, weil sich die Schlösser in Privateigentum befänden und somit nicht öffentlich zugänglich seien. Auch die Porzellangeschichte sei derzeit nicht "vermarktbar", resümierte Torsten Hanft. Attribute wie "lebenswert" oder "natürlich" seien keine Unterscheidungskriterien zu anderen Kommunen.
Das Brainstorming brachte zahlreiche positive Eigenschaften und Potenziale zutage wie zum Beispiel die besondere Verkehrslage, die gute Wohnsituation, die umgebende Natur, Sehenswürdigkeiten und die reiche Geschichte. Die gute soziale Infrastruktur, die Einkaufsmöglichkeiten, die bunte Vereinslandschaft, dazu Industrie und Handwerk: Diese Vielfalt sucht in der Region ihresgleichen. Abschließend zog Bürgermeister Bernd Rebhan Bilanz: "Vielfalt ist das, was Küps ausmacht. Und das wollen wir künftig kommunizieren." Die Ergebnisse des Workshops sollen nun professionell aufgearbeitet werden, so der Rathauschef, der sich sichtlich zufrieden und dankbar über die kreative Bürgerbeteiligung zeigte. eb