Für mehr Gerechtigkeit in unserem Land, insbesondere in Arbeitswelt und im sozialen Bereich wollen einige seit vielen Jahren sozial engagierte Bürger eintreten, teilen sie in einer Pressemitteilung mit. Unter dem Motto "Besorgte Bürger gegen falsche Sozialpolitik" wollen sie in der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels eine Bewegung für Gerechtigkeit und Solidarität in Gang setzen, heißt es weiter.


Niedergang

"Insbesondere haben die Hartz- und die Agenda-2010-Politik und das damit verbundene anhaltende Basta- und Abnickverhalten zu einem nicht mehr erträglichen Niedergang der Sozialpolitik geführt, bis zum historischen Debakel bei der letzten Bundestagswahl", betonten Leonhard Fehn, Walter Uebel und Rainer Rosanowski in ihrem Aufruf.
Obwohl nach dem Wahldesaster der alten GroKo klar gewesen sei, dass es kein "Weiter so" geben dürfe, sei nach der Bundestagswahl aber genau das geschehen.


GroKo-Kritik

Die Glaubwürdigkeit der Parteien der Großen Koalition, insbesondere die der SPD, habe sehr gelitten und es sei zu befürchten, dass sich der Glaubwürdigkeitsverlust fortsetze und speziell die SPD in die Bedeutungslosigkeit führen werde, betonten die Initiatoren. Allerdings dürfe man den sozialdemokratischen Spitzenkräften der letzten Jahre nicht allein die Schuld für diese Entwicklung in die Schuhe schieben.
Vielmehr seien "eine perverse Selbstzufriedenheit und eine die unteren Klassen demütigende Abgehobenheit fast des gesamten politischen Establishments auszumachen", finden die Gründer der neuen Bewegung "Besorgte Bürger gegen falsche Sozialpolitik".


"Fremdsteuerung"

Durch Unterwerfung unter den Einfluss der Konzerne, Ausnutzung immer subtiler und effektiver werdender Manipulationsmöglichkeiten und durch Gewöhnungseffekte würden diese Verhältnisse gefestigt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Armut in Deutschland, wie sie zum Beispiel durch die "Tafeln" auf beschämende Weise zum Ausdruck komme, werde weiter tabuisiert, kritisieren die sozialpolitisch engagierten Bürger aus dem nördlichen Oberfranken weiter.


Gesellschaftliche Umbrüche

Erfahrungen aus der Geschichte und verhaltenspsychologische Erkenntnisse zeigten, dass solche Verhältnisse keinen Bestand haben. Entweder sie ändern sich unkontrolliert und gewaltsam oder, so die Neugründer weiter, "besonnene Leute finden sich zusammen und organisieren einen kontrolliert ablaufenden Übergang in eine gerechte und solidarische Gesellschaft".
"Letzteres wollen wir", erklärten die Gründer der neuen Gruppierung. "Deshalb suchen wir Menschen, die sich mit uns auf diese Mammutaufgabe einlassen, wissend, dass wer Unrecht lange geschehen lässt, dem nächsten Unrecht seinen Weg bahnt." red