Nur gut 42 Stunden und eine anstrengende Reise liegen für die Bamberger Brose-Basketballer zwischen der Schlusssirene in Madrid und dem Sprungball in der 8000 Zuschauer fassenden ÖVB-Arena in Bremen am Sonntag um 17.30 Uhr.
Und diesen Vorteil wollen die abstiegsgefährdeten Eisbären Bremerhaven nutzen. Aber auch der Tabellenachte hat im Play-off-Rennen nichts zu verschenken. Nach der 90:98-Niederlage am Ostersonntag im Kellerduell in Erfurt schrillen bei der Mannschaft des langjährigen Brose-Assistenztrainers Arne Woltmann wieder die Alarmglocken, obwohl der Vorsprung vor der Mannschaft von Ivan Pavic immer noch vier Punkte beträgt - allerdings ging aufgrund der Acht-Punkte-Niederlage auch der direkte Vergleich an die mit zahlreichen Ex-Bambergern gespickte Mannschaft aus Thüringen.


Hinspiel dient als Warnung

Bereits bei der knappen 74:79-Niederlage Mitte Dezember in Bamberg unterstrichen die Norddeutschen, dass sie keineswegs Kanonenfutter sind. Die Scharfschützen Jordan Hulls, Tre Bussey und Johnny Berhanemeskel hatten in der Brose Arena einen Glanztag erwischt: Elf Dreier bei 18 Versuchen (61 Prozent Trefferquote) versenkten die Eisbären im Bamberger Korb und führten nach 26 Minuten mit 61:52. "Unser Augenmerk liegt ab Freitagnacht nur noch auf der Bundesliga. Da müssen wir gleich in Bremerhaven zeigen, dass der Sieg gegen Ludwigsburg keine Eintagsfliege war, sondern dass wir auch auswärts bestehen können", betont Bambergs Power Forward Augustine Rubit, den die überraschende 98:105-Pleite vor zwei Wochen in Göttingen immer noch ärgert.
Das Erfolgsrezept des 28-Jährigen, der vor eineinhalb Wochen Vater wurde, lautet: "Wir müssen unseren Fokus auf die Verteidigung legen und gut rebounden, dann kommen die Offensivaktionen von alleine." kg