Seit vier Jahren gibt es in der Mainleuser Grundschule in der dritten und vierten Jahrgangsstufe eine sogenannte Bläserklasse - das heißt: Musikunterricht ganz praxisnah.
Da sich das Angebot eines regen Zulaufs erfreut, war es an der Zeit, den Jungen und Mädchen einen eigenen Probenraum zu geben. Eine ehemalige Abstellkammer im Dachgeschoss hat der Markt Mainleus jetzt für diesen Zweck aufgemöbelt.
"Vielleicht habt ihr es schon bemerkt, wir haben sogar Notenschlüssel als Kleiderhaken angebracht", sagte Bürgermeister Robert Bosch am Montagvormittag zu den Kindern. Da nämlich wurde der Raum offiziell in die Hände von Schulleiterin Doris Hörath übergeben.


Raum mit viel Licht

"Es ist toll, dass ihr alle bei dem Projekt mitmacht, und ich hoffe, euch alle irgendwann bei den vielen Veranstaltungen in der Gemeinde als Orchestermitglieder wiederzusehen", ergänzte Robert Bosch.
Die Schüler und die Leiterin der Bläserklasse, Anneliese Kastner, fühlen sich sichtlich wohl in dem neuen, lichtdurchfluteten Raum, da macht das Spielen doppelt Spaß. "Ich bin jetzt schon traurig, wenn diese Bläserklasse in diesem Jahr zu Ende geht", sagte Kastner. Die Kinder machten toll mit.
Stolz zeigte sich auch Schulleiterin Hörath, der diese Art von Unterricht am Herzen liegt. "Hier werden natürlich auch Noten gegeben und Proben geschrieben, aber die Kinder erfahren ganz intensiv einen praktischen Musikunterricht."
Deswegen wird das Projekt auch weitergehen, da es bereits ausreichend Anmeldungen gibt. Klar, denn die Freude an dem Musikunterricht hat sich gewiss unter den Schülern herumgesprochen.
Die nutzen ihr Instrument zu Hause im Übrigen nicht nur zum Üben. "Wenn das Wetter schön ist, will ich raus und mit der Familie etwas unternehmen", erzählte etwa Julia, "da blase ich sie mit meinem Euphonium aus dem Bett."
Auf diese Idee sind ihre Mitschüler Amelie und Felix auch schon gekommen.