Das ist die eine Seite: Die Mobilität ist eingeschränkt, vielleicht herrscht sogar gerade Quarantäne. Für viele Bewohner von Seniorenheimen ist die Welt kleiner geworden.

Das ist die andere: Herrliche Landschaften, spektakuläre Tierfotos, opulente Gärten, legendäre Kunstwerke - großformatige Kalender enthalten diese und andere besonders ausgesuchte Motive. Aber Kalender sind vergänglich und jene, die noch im März im Lager geblieben sind, werden kaum noch Käufer finden.

Der Rotary-Club Kulmbach hatte die Idee, Restbestände vom Buchhandel abzukaufen und an die Kulmbacher Seniorenheime weiterzugeben.

Die Initiative gefiel dem Geschäftsführer Mathias Rehm der Firma Renner und Rehm so gut, dass er seinen Restbestand kurzerhand spendete. Der Club musste diesen Schatz nur noch verteilen.

"Die Bilder bringen noch mehr Licht und Leben in die Räume. Es sind herrliche Ausblicke", so der Präsident des Clubs, Hans-Martin Erhardt. "Eine wirkliche Bereicherung", fand auch Alexandra Wetscherek, stellvertretende Leiterin des Sozialdienstes in der Karl-Herold-Seniorenwohnanlage.

Aus Erfahrung weiß sie, dass einige der Bewohner das eine oder andere Motiv besonders ins Herz schließen werden. "Die bleiben dann weit über das Jahr hinaus hängen." Eine nachhaltige Aktion also, die Freude macht. red