Am heutigen Donnerstag ist es wieder soweit: Der Coburger El Clásico zwischen den Handball-Profis des HSC 2000 Coburg und dem Fußball A-Klassisten TSV Bertelsdorf steht an. Das traditionelle Fußball-Benefizspiel wird um 18.30 Uhr auf dem Sportgelände des TSV Bertelsdorf angepfiffen.
Der Erlös geht an die Organisation Hilfe für das behinderte Kind und das Fußballprojekt für Flüchtlinge von Sabine Berger. Sebastian Weber (HSC 2000 Coburg) sowie die Syrer Sami Akeel und Adnan Sussi (beide TSV Bertelsdorf) geben vor der Partie einen Einblick.
Handballprofis gegen Fußballamateure, auf was können sich die Zuschauer freuen?
Sebastian Weber: Auf jeden Fall auf ein lustiges, kurzweiliges und vor allem faires Spiel, in dem Handballprofis versuchen, die taktischen Kniffe des Fußballs auf den Rasen zu bringen. Als Hallensportler ist das Fußballfeld manchmal schon recht groß, vor allem das Wetter wirkt sich dann schon mal auf unsere Spieltaktik aus.
Sami Akeel/Adnan Sussi: Auf ein faires Match, in dem wir versuchen, den Handballern diesmal zu zeigen, dass wir bessere Fußballer sind als beim letzten Spiel. Dieses haben wir mit 1:6 verloren. Es soll sehr heiß werden, das hilft uns vielleicht.
Wie sieht die Taktik aus?
Sebastian Weber: Wie gesagt, die Taktik hängt auch ein wenig von den äußeren Bedingungen ab. Letztes Jahr sind wir mit dem strömenden Regen und bescheidenen Platzverhältnissen sehr gut zurechtgekommen. Schauen wir mal, wie es bei strahlendem Sonnenschein aussieht und wer die besseren "Schönwetter-Fußballer" sind.
Sami Akeel/Adnan Sussi: Wir wollen zeigen, dass wir Spaß am Fußball haben. Das heißt: offensiv spielen und keine Angst haben.
Kennen Sie Spieler vom Gegner?
Sebastian Weber: Persönlich leider noch nicht. Wir haben bis jetzt zwei Mal gegeneinander gespielt und dabei viel Spaß gehabt. Bei einem Saisonspiel habe ich letzten Sommer auf dem Sportplatz ein wenig zuschauen können und dort den Gegner etwas beobachtet. Es ist in jedem Fall schön, jedes Jahr auf bekannte Gesichter zu treffen.
Sami Akeel/Adnan Sussi: Wir konnten sie schon mal in der Arena sehen, persönlich kennen wir sie nicht. Sie sind leider sehr groß und einige wohl auch ziemlich schnell. Aber unser Trainer hat sie ja ein Jahr lang beim Handball beobachtet.
Traditionell zahlt der Trainer des Verlierers dem Gewinner-Coach ein Spaghetti-Eis. Wer muss das Eis diesmal ausgeben?
Sebastian Weber: Die Trainer haben da ja ihr eigenes Duell. Für die Mannschaft ist da bis jetzt aber noch nichts rausgesprungen, außer dem Genuss des Erfolges. Vielleicht ändert sich das ja, wenn wir es schaffen, einen dritten Sieg einzufahren.
Sami Akeel/Adnan Sussi: Wir haben jetzt zweimal verloren, diesmal zahlt der Handballtrainer - vielleicht bekommen wir dann auch ein Eis. vh