Im vergangenen Jahr vergab der Stadtrat die Erstellung eines Beleuchtungskonzeptes für den Marktplatz an das Büro Licht-, Raum-, Stadtplanung, aus Wuppertal. Nun stellte Dipl.-Ing. Uwe Knappschneider seine ersten Entwürfe im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss vor und stimmte mit den Ausschussmitgliedern das weitere Vorgehen ab.


Funktionalbeleuchtung

Wie bisher wird es auch künftig eine sogenannte Funktionalbeleuchtung geben. Diese ist streng nach einer DIN-Norm geregelt und legt unter anderem die Beleuchtungsstärke für den Verkehrsraum -Fahrbahn, Gehwege - fest. Hier bekam das Gremium verschiedene Versionen vorgestellt, unter anderem die schlichte Mastleuchte.
Bei dieser lassen sich weitere Funktionen wie Strahler (zum effektvollen Beleuchten von Skulpturen oder Gebäuden), Lautsprecher, Steckdosen oder WLAN-Schnittstellen integrieren.
Zur Konfliktvermeidung mit der geplanten Nutzung des Marktplatzes empfiehlt es sich, nach Meinung des Experten, die Mastleuchten fahrbahnbegleitend auf der Nordseite zu platzieren.
Neben der Funktionalbeleuchtung gibt es auch das Architektur- oder Raumlicht. Dieses macht den Platz bei Dunkelheit durch ein Wechselspiel von Licht und Schatten erlebbar, verleiht ihm Tiefe. Einen kleinen Vorgeschmack bekam Hallstadt 2015 bei der Lichtinszenierung "Hallstadt im neuen Licht".
Damals illuminierten Studenten der FH Coburg den Marktplatz und die angrenzenden Bereiche.


Pfarrkirche im Zentrum

Die Pfarrkirche St. Kilian stand ganz klar im Zentrum. Das soll auch beim geplanten Beleuchtungskonzept der Fall sein.
Zusätzlich könnten Gebäude mit historischer Bedeutung, etwa Rathaus und Stadtbücherei St. Kilian, oder der nahe liegende Mühlbach in Szene gesetzt werden. Bodenstrahler können das Wasserspiel und die Bäume entsprechend ins rechte Licht rücken.
Im Rahmen einer Stadtratssitzung wollen sich die Räte direkt vor Ort ein Bild machen und dann im Einzelnen Entscheidungen treffen.
Interessierte Anwohner und Bürger sind dazu willkommen. Der Termin wird noch bekanntgegeben.
Bei den Planungen enthalten sind ebenfalls drei Standorte für Stromverteilerkästen. Diese werden über das gesamte Areal verteilt und sind im Boden versenkt.
Im Bedarfsfall, etwa bei den Märkten oder der Kirchweih, sind diese dann nutzbar; die restliche Zeit des Jahres warten sie unter der Erde auf ihren Einsatz.
Zu den Kosten: Die Funktionalbeleuchtung ist mit etwa 87 000 Euro veranschlagt, die Architekturbeleuchtung mit 136 000 Euro. Für die Versorgung - Strom, WLAN, Lautsprecher - 128 000 Euro. Das summiert sich auf insgesamt 351 000 Euro, zu denen dann noch Planungskosten in der Höhe von 52 650 Euro kommen.