Was braucht man, was braucht man nicht? Was gibt man, was gibt man nicht? In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schneckenlohe mussten sich die Räte genau mit diesen Fragen auseinandersetzen. Unter anderem wurden aber auch unterschiedliche Gewerke für das neue Bürgerhaus vergeben, es ging um die Errichtung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Beikheim und um einen Zuschussantrag.

Bevor jedoch alle im Sitzungsraum Platz nahmen, war ein Ortstermin im geplanten Bürgerhaus vorausgegangen. Getroffen hatte man sich mit dem Architekten, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Der "Dauerbrenner" sorgte dieses Mal nicht für erhitzte Gemüter, aber die Kosten sollen auf jeden Fall im Blick behalten werden. Monatlich möchte die Gemeindeverwaltung eine Übersicht, damit es keine bösen Überraschungen mehr gebe.

Ausgeschrieben waren die Rohbauarbeiten und nach Prüfung des Architekturbüros sollen sie an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben werden. Der entsprechende Angebotspreis lag bei rund 97 000 Euro. Die Tiefbauarbeiten zur Erschließung des Baugebietes "Roter Hügel" in Beikheim werden zum Preis von rund 351 000 Euro an die Firma Franz Hofmann aus Sonnefeld vergeben. Eine Reihe von Arbeiten sollen für das neue Feuerwehrgerätehaus in Beikheim durchgeführt werden. Da die Submission erst am kommenden Donnerstag stattfindet, wurde Bürgermeister Knut Morgenroth vom Gremium ermächtigt, diese anschließend an die wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Es handelt sich dabei um folgende Gewerke: Starkstromanlage, lufttechnische Anlagen, Sanitär und Wärmeversorgung.

Zum Informationssicherheitsbeauftragten wurde Ronny Gremer vom Landratsamt in Kronach bestimmt. Er möchte sich zeitnah persönlich in der Gemeinde vorstellen.

Einen Zuschussantrag hatte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Schmölz gestellt. Hier geht es um eine neue Bestuhlung im Gemeindezentrum in Schneckenlohe. Vor dem Kauf gab es allerdings ein "Probesitzen", so Morgenroth, und am Ende durften die Bürger über den jeweiligen Sitzkomfort urteilen. Eine schwankende Preisspanne führte zu einer anschließenden Diskussion im Gremium. Es stellte sich nämlich die Frage nach einer generellen Höhe für Zuschüsse. Im Fall der Stühle einigte man sich auf 50 Prozent der Anschaffungskosten, aber bis zu einer maximalen Höhe von 2500 Euro. Doch wie soll man das künftig regeln? Einzelfallentscheidungen? Festsetzungen? Obergrenzen? Diese Fragen wurden vertagt und sollen in einer der kommenden Sitzung auf die Tagesordnung.

Platz für die Jüngeren

Behandelt wurde unter anderem ein Antrag des Kindergartens "Arche Noah" auf Nutzung eines weiteren Raumes in der ehemaligen Grundschule. In der Begründung wurde eine momentane Überbelegung mit einem Kind angeführt und für das nächste Jahr sei sie ebenfalls schon vorhersehbar. "Um die zehn Krippenplätze der unter Dreijährigen nicht zu überschreiten, werden ab September 2020 sieben zweieinhalbjährige Kinder in den Kindergarten wechseln, um so für die jüngeren Platz zu schaffen." Zur Verfügung gestellt wurde ein Raum in der ehemaligen Grundschule. Allerdings müsse die Einführung dieser Notgruppe erst vom Landratsamt genehmigt werden.

"Wir hatten noch nie eine, aber wenn wir eine haben, bin ich mir sicher, wir werden sie brauchen." Was hier so locker rüberkam, hatte natürlich einen ernsteren Hintergrund. Bürgermeister Knut Morgenroth (SPD) sprach über die Anschaffung einer gebrauchten Kehrmaschine, die zusammen mit der Marktgemeinde Mitwitz erworben werden soll. Da nämlich wird sie vom Bauhof gerade getestet. Schneckenlohe will sich nun mit 50 Prozent der Kosten daran beteiligen.