Sonne, Hitze oder gar Schwüle - und kein Lüftchen regt sich. Das fordert den Körper, er reagiert mit vermehrtem Schwitzen. Der Schweiß verdunstet auf der Hautoberfläche und hilft so, die Körpertemperatur stabil zu halten. "Wer gesund ist und ausreichend trinkt, steckt auch sehr hohe Temperaturen in der Regel gut weg", sagt Yvonne Müller, Ernährungsberaterin bei der AOK Kronach.

Dagegen kann große Hitze Menschen mit Durchblutungsstörungen, Säuglingen, Kleinkindern und Senioren zu schaffen machen. Gerade bei älteren Menschen lässt das Durstgefühl nach, zudem erfolgt die Regulierung ihrer Körpertemperatur zunehmend langsamer. "Durch Schwitzen bei sommerlichen Temperaturen verliert der Körper mehr Flüssigkeit als sonst - im Durchschnitt zweieinhalb bis drei Liter - und er scheidet mehr Mineralstoffe aus", erklärt Yvonne Müller und warnt vor der Gefahr, dass der Körper regelrecht austrocknen kann. Dies betrifft neben älteren Menschen auch Säuglinge und Kleinkinder.

Das A und O bei großer Hitze ist trinken, trinken, trinken. Die besten Durstlöscher sind Leitungs- oder Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertees. Fruchtsaftschorlen - aus höchstens einem Drittel Saft und mindestens zwei Dritteln Wasser - liefern neben Flüssigkeit auch Mineralstoffe. Am besten ist es, Getränke über den ganzen Tag zu verteilen und, falls nötig, Erinnerungshilfen zu benutzen.

Alkohol meiden

Auch Kinder brauchen öfter einmal eine Erinnerung ans Trinken. Um eisgekühlte Cola und Limonade sollte man allerdings einen Bogen machen. Sie sind sehr zucker- und kalorienreich, löschen bestenfalls sehr kurzzeitig den Durst, führen zu vermehrtem Schwitzen und können sogar Magenbeschwerden verursachen. Yvonne Müller rät außerdem dringend von alkoholischen Getränken ab - sie erweitern die Gefäße und entziehen dem Körper sogar Flüssigkeit.

Für eine schnelle Abkühlung zwischendurch empfiehlt es sich, Wasser nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich anzuwenden: "Lassen Sie kaltes Wasser über die Handgelenke laufen oder nehmen Sie - wenn möglich - ein kaltes Unterarm- oder Fußbad", empfiehlt Yvonne Müller. Das erfrischt und kurbelt den Kreislauf an. red