Martin schweiger Ein Klärbecken in der Kläranlage Hofheim bereitet Sorgen. Dort sind Belüftungsrohre, die unter dem Becken liegen, innen verkrustet und teilweise durchgerostet, so dass der Sauerstoff nicht mehr an den Belüfterplatten ankommt und der biologische Abbauprozess nicht mehr stattfinden kann. Als Reparaturmaßnahme soll nun ein Ringleitungssystem installiert werden und vorhandene Gebläse sollen umgebaut werden, die dann die Sauerstoffversorgung sichern sollen. Darauf verständigte sich der Bauausschuss des Hofheimer Stadtrates.

Die Kläranlage ist laut Bürgermeister Wolfgang Borst der größte Stromverbraucher der Stadt. Geplant ist, die Kläranlage auf Faulung umzustellen. Bei diesem Faulungsprozess wird, wie er schilderte, Strom gewonnen, der dann wohl komplett in der Kläranlage selbst verbraucht wird. Zudem vermindert sich die Geruchsbelästigung.

Die Kläranlage sei auf 15 000 Einwohnergleichwerte ausgelegt, sagte der Klärwärter René Schorsch, der die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses durch die Kläranlage führte.

Der Bau der geplanten Photovoltaikanlage in Reckertshausen rückt näher. Mehrere Behörden haben ihre Zustimmung erteilt. Als Ausgleichsfläche soll eine Streuobstwiese neben der Kläranlage in Hofheim entstehen. Eine Hecke soll die Photovoltaikanlage umgeben. Der erzeugte Strom gelangt über eine Stromleitung zum Umspannwerk in Hofheim.

Auch bei Lendershausen in der Nähe des Sauerwalds ist der Neubau einer Solaranlage geplant. Der Bauausschuss stimmte für die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Der Bau werde wohl nicht mehr in diesem Jahr beginnen, sagte Borst.

Der Edeka-Markt in Hofheim will seine Verkaufsfläche vergrößern. Das Gremium stimmte einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zu.