Dem überraschenden 7:3-Erfolg am Freitagabend beim Tabellenvierten Bietigheim ließen die Bayreuth Tigers am Sonntag im Heimspiel der DEL2 gegen den Tabellennachbarn Kaufbeuren einen 4:3-Sieg folgen. Die Eishockeycracks von Trainer Petri Kujala verbesserten sich mit dem sechsten Heimsieg in Folge auf Rang 8.

DEL 2, Männer

Bayreuth Tigers -

ESV Kaufbeuren 4:3

(1:2, 2:0, 1:1) Es brauchte einige Minuten und ein Powerplay, bis die Partie in Schwung kam: Davis trug die Scheibe in Überzahl nach vorne, nahm Kolozvary als Doppelpassgeber und netzte zur Führung ein. Einen Scheibenverlust im eigenen Drittel nutzte der ESV blitzschnell zum Ausgleich. Auch der Rückstand kündigte sich an, weil Bayreuth den Gästen zu viel Raum ließ. Mit Glück und einem gut aufgelegten Herden verhinderten die Tigers kurz vor der Pause einen weiteren Treffer.

Mit mehr Zug kamen die Gastgeber aus der Kabine, Dalgic parierte mit der Maske. In der 24. Minute wurde das Tor auf der Bahnseite ausgetauscht, weil es mehrfach aus der Verankerung gesprungen war, im Anschluss zogen die Tigers ein Powerplay nach Maß auf: schnelle Pässe über alle Stationen, bis Kolozvary für das 2:2 freigespielt war.

Lewis musste für den Rest der Partie zum Abkühlen, nachdem er Pokovic in die Bande gerammt hatte. Kollege Krauß folgte, so dass die Tigers zwei Mann mehr auf dem Eis hatten. Davis nutzte dies, indem er eine hochspringende Scheibe aus der Luft nahm. Den einzigen Bayreuther Treffer, der nicht im Powerplay fiel, erzielte Schug auf Zuspiel von Zimmermann aus halblinker Position kurz nach Beginn des dritten Abschnitts. Das beantwortete Kaufbeuren in Überzahl mit dem Anschlusstreffer.

Die Oberfranken machten den Sack nicht zu und mussten bei weiteren Strafzeiten bangen. Allerdings agierten die Gäste überhastet und erlaubten sich einen Wechselfehler, so dass die Tigers bis zur Sirene ein Mann mehr waren. "Nach dem 1:0 haben wir schlechte Entscheidungen getroffen", kritisierte Kujala. Gleichzeitig lobte der Coach seine Special Teams: "Wir haben diese Woche in jedem Spiel im Powerplay getroffen. Das macht den Unterschied in solch engen Partien."

Bayreuth: Herden, Wölfl, N. Zimmermann - Davis, Schug, Mannes, Karlsson (2), Pokovic (2), Schmitz - Järveläinen, Kolozvary, Gron, Schumacher, Rajala, Bindels, T. Zimmermann (2), Meisinger, Lillich / Strafen: 6/14 / Tore: 1:0 Davis (6.), 1:1 Gracel (15.), 1:2 Wörle (18.), 2:2 Kolozvary (24.), 3:2 Davis (24.), 4:2 Schug (42.), 4:3 Lammers (45.)

Bietigheim Steelers -

Bayreuth Tigers 3:7

(3:3, 0:3, 0:1) Beide Teams nahmen den gegnerischen Goalie von Anfang an unter Beschuss. Rajala spielte Bindels zentral an und der Bayreuther Stürmer sorgte für die schnelle Führung (4.). Keine Minute später lief die Scheibe von Bindels über Järveläinen zu Karlsson - 0:2. Aber Bietigheim stellte blitzschnell den Anschluss her. Dann traf Hauner aus zentraler Position unter die Latte zum 2:2.

Gron drückte zwar kurz darauf die Scheibe, die der Steelers-Goalie nicht festgehalten hatte, über die Linie, doch die Schiedsrichter hatten schon abgepfiffen. Schumacher sorgte mit seinem ersten Tor für die Tigers auf Zuspiel von Rajala für die erneute Gästeführung. Es dauerte aber erneut keine Minute, ehe Breitkreuz mit dem 3:3 das erste Dritte beendete.

In Abschnitt 2 sorgten die Tigers für die Vorentscheidung. "Hier waren wir deutlich organisierter, haben gut vorgecheckt und schöne Tore geschossen", sagte Kujala. Nach einem Pfostenschuss von Davis war Schug mit dem 3:4 zur Stelle. Weitschüsse der Steelers waren eine Beute von Wölfl. Ein Powerplay nutzte Kolozvary auf Zuspiel von Rajala, keine Zeigerumdrehung später netzte Zimmermann nach toller Aktion von Lillich. Eine Strafe aus dem Mitteldrittel nutzten die Oberfranken zu Beginn des Schlussabschnitts zum 7:3 von Gron. Ein Aufbäumen der Gastgeber blieb aus. av Bayreuth: Wölfl, Herden, N. Zimmermann- Pokovic, Schmitz, Davis, Schug, Karlsson, Mannes - Rajala, Kolozvary, Järveläinen, Meisinger, Lillich, Bindels (2), T. Zimmermann, Gron, Schumacher / Strafen: 6/2 / Tore: 0:1 (4.) Bindels, 0:2 (5.) Karlsson, 1:2 (5.) Stretch, 2:2 (10.) Hauner, 2:3 (18.) Schumacher, 3:3 (19.) Breitkreuz, 3:4 (24.) Schug, 3:5 (31.) Kolozvary, 3:6 (31.) Zimmermann, 3:7 (41.) Gron