Das war "Balsam auf die Seele" von Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth: Mit einem 83:61 (40:30)-Auswärtssieg bei Liganeuling Chemnitz Niners stoppten die Bayreuther ihre zuvor vier Spiele anhaltende Durststrecke und holten mit dem insgesamt fünften Saisonsieg das erste Erfolgserlebnis im neuen Jahr.

Bundesliga

Chemnitz Niners -

Medi Bayreuth 61:83

(17:15; 23:15; 22:25; 21:6) "Wir sind mit viel guter Energie in die Partie gestartet, das war die Basis für unseren Erfolg", brachte es Osvaldas Olisevicius nach dem Spiel auf den Punkt. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (17:15) war es der Litauer, der Mitte des zweiten Spielabschnitts mit neun Punkten in Folge die erste zweistellige Führung für Medi herauswarf (37:27, 17.). Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen sorgte Olisevicius wenig später dafür, dass dieser Abstand auch zur Pause (30:40) Bestand hatte.

Einen 10:3-Lauf der Hausherren nach dem Seitenwechsel zum 40:43.Anschluss (23.) stoppte der starke Matt Tiby mit seinem dritten von insgesamt vier Dreiern. Kurz darauf waren es erfolgreiche Dreipunktwürfe von Olisevicius und Kapitän Bastian Doreth (11/3), die die Sachsen weiterhin auf Distanz hielten (55:62, 30.). Nur magere sechs Zähler gestatteten die engagiert und vielhändig verteidigenden Bayreuther den Hausherren im Schlussviertel. Vorne sorgten weitere Dreierstafetten dafür, dass die Mannschaft von Trainer Raoul Korner einen auch in dieser Höhe verdienten 83:61-Erfolg holten.

Olisevicius mit neuem Rekord

Olisevicius hatte als bester Werfer der Partie mit 26 Zählern (fünf Dreier) einen neuen persönlichen BBL-Rekord aufgestellt, Center Dererk Pardon (10) verdiente sich mit vier Ballgewinnen eine Fleißnote und durfte sich über seinen ersten erfolgreichen BBL-Dreier freuen. Mit erstaunlich wenigen Körben endete das Duell zwischen Chemnitz' Topscorer Marcus Thornton (6 Punkte, 5 Ballverluste) und seinem Bayreuther Gegenüber Frank Bartley (3), der lediglich zweimal auf den Korb warf, dafür aber vier Rebounds, fünf Assists und vier Ballgewinne verzeichnete und somit die Nase vorne hatte. Durchwachsen war der Auftritt des Bayreuther Aufbau-Neuzugangs Lazeric Jones. Der US-Amerikaner präsentierte sich in seinem dritten Einsatz konditionell deutlich verbessert und brachte sicher den Ball, ließ jedoch Abschlussqualitäten vermissen (0/5 Würfe).

"Ich muss meiner Mannschaft ein riesengroßes Kompliment machen. Unsere Ausgangssituation war schwierig, weil wir in den letzten Spielen zum Teil zwar sehr anspruchsvolle Leistungen zeigten, aber aufgrund der Klasse unserer Gegner leider nicht mit einem Sieg belohnt wurden. Das kann am Selbstvertrauen nagen. Daher war es im Vorfeld des heutigen Spiels nicht ganz abzusehen, wie wir reagieren würden", lobte Medi-Coach Raoul Korner nach Spielende.

Korner weiter: "Deshalb bin ich sehr beeindruckt, wie meine Mannschaft mit dem Druck umgegangen ist, vor allem am defensiven Ende des Feldes. In der Offensive haben wir einiges liegen gelassen, aber das hat letztlich nicht negativ zu Buche geschlagen, weil wir hinten einen exzellenten Job machten und vor allem die notwendige Physis zeigten, um einen starken Gegner wie Chemnitz zu schlagen."