Die laufenden Unterhaltsarbeiten am Mohrbach bereiten dem Heßdorfer Bauhof erhebliche Schwierigkeiten. Die Teichbesitzer wollen ihre Weiher abfischen und verlangen die Mahd der Bachufer. Wie Sitzungsleiter und Zweiter Bürgermeister Axel Gotthardt (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte, seien insgesamt rund 150 Kilometer Uferstreifen von Bächen und Gräben zu mähen.

Bislang sei es gängige Praxis gewesen, dass die Bachufer mit den gemeindlichen Geräten gemulcht werden konnten. Allerdings müssten die geltenden naturschutzrechtlichen Bestimmungen beachtet werden, dazu habe es auch Gespräche mit Unteren Naturschutzbehörde gegeben. Das Mulchen der Uferstreifen sei entgegen früheren Handhabungen nicht mehr möglich, denn es würden dabei eine Vielzahl von Amphibien und Insekten getötet. Die Verantwortung dafür trage der Bediener des Arbeitsgerätes. "Diese Situation kann den Mitarbeitern des Bauhofes nicht mehr zugemutet werden", erklärte Gotthardt.

Allerdings verfüge der Bauhof nicht über die erforderliche technische Ausrüstung, um die Uferstreifen zu mähen. Deshalb soll ein Doppelmessermähwerk kombiniert mit einem Bandrechen angeschafft werden. Mit dieser Ausstattung würden die gesetzlichen Vorgaben zum Natur- und Umweltschutz erfüllt. Das Mähwerk kostet rund 19 200 Euro und könne nach einer Einweisung von allen Mitarbeitern des Bauhofes bedient werden.

Zu diesem Punkt gab es eine rege Diskussion und auch den Vorschlag, diese Arbeiten extern zu vergeben. Mit diesem Vorschlag konnten sich der Zweite Bürgermeister und die Mehrheit des Gremiums nicht anfreunden, denn eine Fremdvergabe sei unwirtschaftlich. Nicht nur, dass erhebliche Kosten auflaufen, die Dienstleister ließen die Mahd zurück und der Bauhof müsste trotzdem ausrücken. Schließlich stimmte der Gemeinderat dem Kauf des Doppelmessermähwerkes samt Bandrechen zu.