Auf mäßiges Interesse stieß die erste Bürgerversammlung im Markt Schondra, zu der Bürgermeister Bernold Martin (CSU) eingeladen hatte. Lediglich knapp 40 Zuhörer hat ten sich dazu im Feuerwehrschulungsraum eingefunden.
Nach einer Reihe von statistischen Angaben zur Einwohnerentwicklung und der Finanzlage der Kommune gab Martin seinen Tätigkeitsbericht. In 17 Sitzungen hat der Marktgemeinderat im letzten Jahr 335 Tagesordnungspunkte behandelt, wobei über die Hälfte in nichtöffentlicher Sitzung beraten wurden.
31 genehmigte Bauanträge zeigten, dass der Bauboom in der Gemeinde ungebremst ist, obwohl die Einwohnerzahl sinkt. Da die Gemeinde keine eigenen Bauplätze mehr anbieten kann, werden in einer der nächsten Sitzungen die Feinplanung für das Baugebiet "Heppengraben" und die Ortsabrundungssatzung "Mühlstraße" in Schondra und in Schönderling die Ortsabrundungssatzung "Dorfstraße" auf der Tagesordnung stehen. Auch im Gewerbegebiet "Märzgrund" sind weitere drei Flächen neu bebaut worden.


Kläranlage verbessert

In der Kläranlage ist die alte Läuferbrücke stillgelegt und eine neue Belüftungsanlage eingebaut worden, so dass die Reinigungsleistung deutlich verbessert werden konnte. Die Feuerwehr Schondra konnte ihr neues Fahrzeug HLF 20 in Dienst stellen und mit dem Dekontaminationsfahrzeug erste Übungserfahrung sammeln. Zahlreiche Ortsstraßen wurden ausgebessert oder der Asphalt erneuert und die Brücke in der Grundstraße in Einraffshof saniert.
Der Ausbau des neuen Brunnens wurde beschlossen, nachdem bei abschließenden Pumpversuchen eine Förderleistung von 8 Litern/Sekunde festgestellt wurde, ohne dass benachbarte Wassergewinnungsanlagen beeinträchtigt wurden.
Die 700-Jahr-Feier in Schönderling hob der Bürgermeister als besonderen Höhepunkt des Jahres 2017 hervor; er dankte neben der 2. Bürgermeisterin Beatrix Lieb (FWG) allen, die zum Gelingen dieses Festes ihren Beitrag geleistet haben.
Zum Ende seiner Ausführungen erinnerte er die Bürger an den bevorstehenden Austausch der Wasseruhren in einigen Ortsteilen. Fehlende Zählerbügel müssten vor dem Austausch vom Hausbesitzer nachgerüstet werden. Gegen den Einbau der neuen funkbetriebenen Zähler könne man grundsätzlich Widerspruch einlegen, müsse dann aber mit einem komplizierten Ablesemodus rechnen.
Außerdem forderte er dringend dazu auf, wegen der Verwendung von Erdaushub vor dem Auffüllen unbedingt Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt aufzunehmen. In der Regel lassen sich so eine umweltverträgliche Lösungen finden und Probleme vermeiden.


Anliegen der Bürger

Dass die Bürger mit der Arbeit des Bürgermeisters zufrieden sind, lässt sich auch an den wenigen Anliegen ablesen, die von den Besuchern geäußert wurden. Sie betrafen den Zustand des Kinderspielplatzes im Sportzentrum, die Funktionsfähigkeit der Kegelbahn in der Schondratalhalle und die Verkehrssituation im Rhönblick.
Abschließend betonte der Bürgermeister die konstruktive Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern und allen Gemeinderatsmitgliedern und bedankte sich bei allen, die das Ge meindeleben in irgendeiner Form mitgestaltet haben.