Als sehr gelungen empfinden Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) und die Mitglieder des Eltmanner Bauausschusses die Umgestaltungen im Friedhof Dippach, in die die Stadt rund 20 000 Euro investiert hat. Unter anderem wird es hier jetzt die erste Bestattungsmöglichkeit für so genannte "Sternenkinder" (früh und tot geborene Kinder unter 500 Gramm Geburtsgewicht) geben.
Auslöser für die Diskussion um den Dippacher Friedhof war die lückenhafte und pflegeintensive Hecke. Sie ist jetzt komplett entfernt worden und soll durch eine lockere Bepflanzung ersetzt werden. Links des Weges zum Leichenhaus entstehen noch Fundamente für Urnengräber. Gegenüber wurde eine Grünanlage geschaffen, wo unter Bäumen auch anonyme Bestattungen und die Beisetzung von "Sternenkindern" möglich sein werden. Die mächtige Eiche am Rand dieser Fläche wurde stark zurückgeschnitten, zwei neue Bäume gepflanzt. Die zentrale Stelle nimmt eine Trauerweide ein. Ein Findling soll die Gestaltung der Fläche abrunden.


Probleme am Bach

Weniger begeistert ist das Gremium vom Ergebnis einer Begehung des Mühlbaches in Dippach. Diese fand im vergangenen Sommer statt, nachdem eine Überbauung des Baches als nicht zulässig angezeigt worden war. Die Besichtigung des Bauausschusses hatte damals für große Verwunderung gesorgt, weil offenbar viele Gebäude so errichtet worden sind, dass sie teilweise über das Bachbett ragen - teils mit enormem Beton-Einsatz. Eine Scheune steht, wie auch das alte Feuerwehrhäuschen Dippachs, komplett über dem Bach.
Mit der Anzeige "waren natürlich schlafende Hunde geweckt", erklärte Bürgermeister Michael Ziegler, denn mittlerweile hat eine Begehung mit den zuständigen Fachbehörden stattgefunden. Keine der vorhandenen Überbauungen wäre jemals genehmigungsfähig gewesen, so die Fachleute, die ein Gutachten bezüglich des Hochwasserabflusses fordern. Die Kosten dafür und eventuelle Zuschussmöglichkeiten (oder auch die Möglichkeit einer Umlegung) will die Stadt nun prüfen.
Bruno Wittig (CSU) erläuterte als örtlicher Stadtrat, dass die frühere Gemeinde Dippach in den 1950er Jahren mit dem Feuerwehrhaus die erste Überbauung veranlasst habe. In der Folge seien weitere gefolgt, bis in die letzten Jahre. Probleme mit dem Wasserabfluss habe es aber niemals gegeben, auch nicht bei den Starkregenereignissen der vergangenen Jahre. "Dennoch müssen wir jetzt tätig werden. Wenn nicht, dann ist die Stadt in der Haftung, wenn doch mal ein großes Hochwasser kommt und wir haben nichts getan", sagte Bürgermeister Ziegler.


Neue Werbeschrift

Keine Einwände hatte der Bauausschuss gegen das Vorhaben der Firma Schaeffler, die Werbeanlagen an den Fabrikgebäuden im Industriegebiet Eltmann zu erneuern. Ferner soll auf dem Dach der Schaeffler-Schriftzug neu angebracht werden.