Wieder war das Schlossgartenfest der CSU – eines der beliebtesten Feste in der Region – am vergangenen Samstag ein voller Erfolg. Schon zwei Tage zuvor wurden die geschwungenen Sonnendächer, Tische und Bänke von fleißigen Händen aufgebaut. Alles wurde bereits für das Openair-Kneipenquiz gebraucht.

Bei freiem Eintritt lockte ein Kinderprogramm ab 16 Uhr viele Kleine mit ihren Eltern in den schattigen Teil des Schlossgartens und ab 18 Uhr strömten die Besucher von allen Seiten herbei. Die schattigen Plätze waren bei anfänglichen recht sommerlichen Temperaturen besonders begehrt.

Der Ortsvorsitzende Matthias Goß begrüßte kurz vor 19 Uhr alle Gäste, besonders Walter Nussel (MdL), Bezirksrätin Ute Salzner, Höchstadts Bürgermeister Alexander Schulz, Kreisrätin Friederike Schönbrunn aus Hemhofen, Altbürgermeister und Ehrenbürger Armin Goß und alle Helfer ohne deren Einsatz so ein Fest nicht möglich wäre.

Nussel hatte für den jüngsten Bürgermeister in seinem Stimmkreis als Geschenk einen dicken Schlägel dabei. „Dass du endlich einen schlagkräftigen Schlägel hast“, witzelte er – und mit einem gekonnten Schlag zapfte Bürgermeister Nico Kauper das erste Fässla an. Goß bedankte sich bei den vielen eifrigen Helfern, die man an den blauen Shirts unschwer erkennen konnte – allen voran Gerald Utz als Festleiter und Biggi Müller, seine rechte Hand.

Auch Kauper begrüßte die vielen Gäste im wunderschönen Schlossgarten. „Das Schlossgartenfest ist mein Lieblingsfest“, gestand er. „Ich freue mich auf viele spannende neue Getränke in Adelsdorfs Kulturzentrum!“

Das Duo Jack&Manuel spielte bunt gemixte Musik zum Tanzen und zur Unterhaltung und brachte mit schwungvollen Rhythmen Bewegung, gute Laune und Sommerfeeling in den stimmungsvoll mit Lichtinstallationen beleuchteten Schlosspark.

Viele kommen zu diesem Fest, weil man tanzen kann, und so war denn die Tanzfläche stets dicht gefüllt. „Es ist ein wunderschönes Ambiente und immer gibt es was Gutes zu essen“, schwärmte eine Besucherin, während sie ihr Steak mit Kartoffelsalat genoss. Ihre Nachbarin trank einen Kaffee und ließ sich ein großes Stück Torte schmecken. „Das Kuchenbuffet ist fantastisch – und alles von den Frauen selbst gebacken“, betont sie.

Goß erinnerte an die Anfänge des Festes, das schon seit 1972 gefeiert wird. Bei der Gemeinderatswahl 1972 hatte Baron Helmut von Bibra für die CSU kandidiert, konnte aber erst im Verlauf der Amtsperiode in den Gemeinderat einziehen. Im Anschluss an die Wahl bedankte er sich bei den Helfern und der JU mit einer Brotzeit im Kellergewölbe seines Schlosses für die gute Unterstützung im Wahlkampf. Im Verlauf des Abends kam der Vorschlag, dass man doch in einem so wunderschönen Ambiente wie dem Schlosshof beziehungsweise -garten wenigstens ein Mal im Jahr ein Fest für die Bevölkerung Adelsdorfs halten solle.

Nach kurzem Zögern stimmte der Baron zu, und so wurde im Sommer 1972 das erste „Lampionfest“ im Schlossgarten gefeiert. Etwa 150 Personen nahmen teil, und als es zu regnen anfing, verlegte man die Feier kurzerhand unter den Torbogen und in die angrenzenden Räume.

Mit den Jahren wurde die Veranstaltung zweitägig. Nach und nach wurde das Fest immer bekannter und beliebter und man konnte am Samstagabend manchmal mehr als tausend Besucher verzeichnen.

Alle Gäste genossen das Fest bis tief in die Nacht.