Leserbrief zum Artikel „Reiche auf Einkaufstour“
Wenn man Energie zuhause hat, braucht man sie nicht einkaufen! „Öl ist das Schmiermittel der Industriegesellschaft“, hieß es in der Vergangenheit – und heute?
Wenn wir günstige und lokale erneuerbare Energie in ausreichenden Mengen für Industrie, Transport und Gebäude hätten, wäre das gut für die Konjunktur und für den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger.
Mit erneuerbaren Energien ist ein Wirtschaftswachstum möglich, mit fossilen bleibt es endlich, risikoreich/abhängig/teuer (Russland, Iran, …) mit zunehmend tödlichen Folgen (Hitze, Unwetter, Waldsterben …).
Endliche Ressourcen werden monopolisiert und teuer – so im Kapitalismus usus. Der wirtschaftliche Ansatz der EU gegen die Klimakrise ist die CO2-Bepreisung. „Gas – weiter so“ – also keine Option! Sieht das Frau Reiche also anders?
Wenn wir hingegen nur noch für die Dunkel-Flauten Gas brauchen, könnte sich die Wirtschaft energierisikofrei entwickeln. Wäre das nicht jetzt die endlich einzuschlagende Vision/Zukunft für die Wirtschaft – und notwendige Botschaft für uns Bürgerinnen und Bürger? Wir haben mehr und mehr das Gefühl, dass unserer Regierung die Visionen fehlen und sie im „Weiter so, wie bisher“ gefangen bleibt.
Viele junge Menschen haben die Hoffnung hier schon längst aufgegeben, weil sie nicht gehört wurden.
Die Frage drängt in Richtung Transformation: Wie kann denn das zukünftige Leben unserer Kinder überhaupt noch aussehen? Hans-Jürgen Liebig
Bamberg