Sturmschäden wohin man sieht. Zerstörte Dächer, umgeknickte Bäume, vollgelaufene Keller.
Der Sturm, der am Dienstagabend über den Frankenwald gezogen ist und vor allem im Norden des Landkreises erhebliche Schäden verursacht hat, machte auch vor den Höhen und Tälern im Oberen Rodachtal nicht halt.
Doch es geschehen noch Wunder. So wie oben auf dem Silberberg. Da steht die Silberbergkapelle, auch Kreuzkapelle genannt. Am Weg zwischen Steinwiesen und Wallenfels gelegen, begrüßt sie die Wanderer und lädt zu einer Pause ein.
Errichtet wurde die kleine Kapelle – sie ist gerade mal zwei mal zwei Meter groß – als Holzbau im 19. Jahrhundert. Im Innenraum befindet sich neben vielen Heiligenbildern, einem Kreuzweg und künstlichen Blumen auch ein Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert. Im Oktober 2025 wurde sie nach einer erneuten Restaurierung von Pfarrer Detlef Pötzl neu gesegnet.
Er betonte bei dieser Gelegenheit, dass hier die Nähe zu Gott gezeigt werde. Denn Kapellen verbänden den Himmel und die Erde, Gott und die Menschen.
Nun hat sich gezeigt, dass der Segen Gottes wirklich auf dieser kleinen Kapelle liegt, die so unscheinbar am Wegesrand die Wanderer zum Innehalten und Beten einlädt.
Rundherum liegen gebrochene Bäume und Äste. Aber nur rundherum – die Kapelle selbst ist nicht beschädigt. Sie trotzte all den Naturgewalten. Ebenso unbeschädigt ist die Bank, auf der die Wanderer rasten können.
Angesichts dessen denkt man daran, dass der Herrgott wohl seine schützende Hand über dieses Kleinod und dessen mögliche Besucher gehalten hat. Es ist ein Kleinod, das immer wieder von Menschen liebevoll gepflegt wird, und an dem die Wanderer neue Kraft schöpfen und sich Gott ein kleines Stückchen näher fühlen.