Zum zehnten Mal finden im Sommer die Thurnauer Schlossfestspiele statt. Und wieder steht eine ganz außergewöhnliche Inszenierung auf dem Programm: die Komödie „Zwei wie wir“. Sechs Mal stehen Kerstin Krefft und René Oltmanns vom 26. Juli bis 2. August auf der Freilichtbühne im idyllischen unteren Hof des Schlosses.
Eröffnet werden die Festspiele aber bereits am 22. Juli mit einem musikalischen Leckerbissen.
Ein Näschen für Besonderes
Intendant Wolfgang Krebs hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er ein Näschen für besondere Stücke hat. Unvergessen die Inszenierungen von Shakespeares „Romeo und Julia“ zur Premiere der Schlossfestspiele 2014 oder der bitterbösen Komödie „Extrawurst“, die Hape Herkeling inzwischen erfolgreich ins Kino gebracht hat.
In dem Stück „Zwei wie wir“ des kanadischen Autors Norm Foster geht es um Nora und Rudy. Die beiden waren einst ein Paar. Sie haben sich ineinander verliebt, gelacht, gestritten, ihr Zukunft gestaltet und sich doch wieder verloren – und treffen sich nun zufällig in einem Restaurant wieder, Jahre nach dem letzten Treffen vor dem Scheidungsrichter. Das Wiedersehen ist Freude und Erinnerung zugleich.
In Rückblenden unternimmt das Paar eine Reise durch die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung. Schnell zeichnete sich ab, dass sich da zwei gefunden hatten, die unterschiedlicher nicht sein konnten.
Gespür für Zwischentöne
Mit viel Humor und einem feinen Gespür für Zwischentöne zeichnet Foster die Beziehung der beiden. Ein Stück, so berührend wie komisch und doch absolut wirklichkeitsnah. Die beiden Schauspieler Kerstin Krefft und René Oltmanns wurden bereits vor zwei Jahren bei den Schlossfestspielen umjubelt und kommen sehr gerne nach Thurnau zurück.
Für den 22. Juli konnte Intendant Wolfgang Krebs die Formation „Oporto“ aus dem Bamberger Land gewinnen. Was als Straßenmusik-Duo begann, hat sich zu einer fünfköpfigen Band entwickelt, die einen Sound auf die Bühne bringt, der seinesgleichen sucht.
Auf zwei Alben und viele Konzerte in Deutschland, England und den Niederlanden kann die Formation verweisen. Man darf gespannt sein. dh