Kämmerin Heike Wächtler hat dem Stegauracher Gemeinderat den Haushaltsplan 2021 vorgestellt. Das gesamte Gremium bedankte sich zufrieden für die gute Arbeit der Kämmerei, Bürgermeister Thilo Wagner (FW-FL) sprach von einem „Zahlenwerk, das sich sehen lassen kann“.

Den Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 29 Millionen Euro verabschiedete der Gemeinderat letztlich einstimmig. „Unsere Kosten sind durch die Einnahmen gedeckt, das heißt wir nehmen mehr ein als wir ausgeben und erwirtschaften in diesem Jahr sogar einen Überschuss“, brachte Kämmerin Heike Wächtler ihre Vorstellung des Haushaltsplanes auf den Punkt. Auch weiterhin bleibe die Pro-Kopf-Verschuldung in Stegaurach bei 0 Euro und es sei keine Kreditaufnahme geplant. In den kommenden vier Jahren sollen insgesamt 13 Millionen Euro investiert werden.

13 Millionen Euro an Erträgen

Im Einzelnen geht die Kämmerin für 2021 von Erträgen von gut 13 Millionen Euro aus. 53 Prozent dieser Summe generieren sich aus Steuerabgaben. Hier ist der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer die größte Einnahmeposition im gemeindlichen Haushalt und beträgt 4,9 Millionen Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen für 2021 hat die Kämmerei aufgrund der seit 2020 andauernden Corona-Pandemie vorsichtig eingeplant. Erwartet werden weiterhin Einnahmen an Grundsteuern in Höhe von rund 560 000 Euro sowie rund 23 000 Euro aus der Hundesteuer .

Die Ausgaben beziffert die Kämmerin mit knapp 12 Millionen Euro. Hier schlagen die Personalkosten, Sach- und Dienstleistungsaufwand, wie der Unterhalt der gemeindlichen Gebäude und Grundstücke, der Straßen, Spielplätze, Friedhöfe und des Kanalnetzes, zu Buche, vor allem aber die Transferaufwendungen. Die Kreisumlage wurde um 1 Prozent erhöht, so dass ein Mehraufwand von 76 000 Euro entsteht.

In Investitionen sollen 2021 knapp 4 Millionen Euro fließen. 215 000 Euro sind hier etwa der Schule vorbehalten, für z. B. den Digitalpakt , Glasfaseranschluss, neue Ausstattung der Klassenzimmer und des Werkraumes. Für eine neue Kinderkrippe in Unteraurach sind 750 000 Euro eingeplant, für Spielplätze 100 000 Euro. Für den geplanten neuen Kreisverkehr und den Straßenbau sollen in diesem Jahr 450 000 Euro vorgehalten werden, für ein Dorfgemeinschaftshaus in Unteraurach und Kreuzschuh je 150 000 Euro. Auch für die Abwasserbeseitigung sollen insgesamt 620 000 Euro investiert werden.

Bürgermeister Wagner freute sich über den Haushaltsplan mit den vielen verschiedenen Investitionen, „denn wir wollen ja etwas an die Bevölkerung zurückgeben und mit Verstand etwas für die Gemeinde tun“. Mit den liquiden Mitteln sei man im Moment gut aufgestellt, die Sanierung der Kläranlage in der Zukunft stelle die Gemeinde dann aber bestimmt vor Herausforderungen.

„Absolut zufrieden“

Zweiter Bürgermeister Bernd Fricke (Grüne/Bürgerstimme) verstand den Vortrag von Kämmerin Heike Wächtler als Rückblick und Ausblick auf die Arbeit der Gemeinde Stegaurach : „Da können wir in allen Bereichen absolut zufrieden sein“, meinte Fricke. „Wenn von 2020 bis 2024 rund 13 Millionen Euro investiert werden in Umwelt, Bildung, Soziales und Verkehr und die Gemeinde trotzdem 2024 schuldenfrei ist, dann ist das eine ganz tolle Leistung“, fand der Zweite Bürgermeister.

Ausführlich besprochen und ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die neu ausgearbeitete Friedhofssatzung der Gemeinde Stegaurach . Darin sind etwa die Öffnungszeiten, die Bestattungsformen oder die Ruhefristen für die Gräber festgelegt. Urnen etwa werden nur noch aus vollständig biologisch abbaubarem und umweltverträglichem Material verwendet.

Zu einem Antrag der SPD-Fraktion , in der Ortsdurchfahrt von Stegaurach Fahrradspuren anzubringen, erläuterte Bürgermeister Wagner. „Wir würden das gerne machen, aber wir kommen aus rechtlichen Gründen nicht durch.“ Landratsamt, Polizei und Straßenbauamt würden Fahrradschutzstreifen nicht genehmigen.