Im nächsten Jahr soll in Tettau die fünfte Rennsteigmesse stattfinden. Darüber informierte am Montag Bürgermeister Michael Kaiser im Marktgemeinderat. Wie er erklärte, werde seit dem Jahr 2005 alle fünf Jahr dieses Event in einer der vier fränkischen Rennsteiggemeinden stattfinden. Als nächste Kommune sei nun nach 22 Jahren wieder Tettau an der Reihe. Der Termin wurde für das Wochenende am 26. und 27. Juni 2027 festgelegt.

Auf welchem Platz?

Schon im Vorfeld habe man sich Gedanken gemacht, erklärte Bürgermeister Michael Kaiser (ZMT/SPD). Da der „große Platz“ von 2005 schräg gegenüber der Festhalle aufgrund der Bebauung mit einer Arztpraxis und Parkplätzen als Festgelände nicht mehr verfügbar sei, wolle man die Messestände aufteilen auf die einzelnen Ortsteile.

Zudem sollen Geschäftsleute und Gewerbetreibende aus dem benachbarten Thüringen, deren Produkte und Dienstleistungen nicht mit den einheimischen Unternehmen konkurrieren, eingeladen werden, an der Rennsteigmesse mit Ständen Präsenz zu zeigen.

Detailplanung ab September

Bisher hätten sich die beteiligten Kommunen Tettau, Ludwigsstadt, Steinbach und die Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz auf diejenigen Gewerbetreibenden gestützt, die auch den Firmensitz in der fränkischen Rennsteigregion hatten. In die Details wollen die Kommunen der Arge Rennsteig nach der Sommerpause, also im September 2026, gehen.

Anette Christel (CSU/BfT) fragte nach, wer das mögliche Defizit bei dieser fünften Rennsteigmesse tragen werde. Kaiser erklärte, er gehe bei der Veranstaltung nicht von einem Minus aus; sollte dies trotzdem passieren, würden die beteiligten Kommunen dafür aufkommen.

Anette Christel fragte zudem, ob die Arge dieses Event aus Kostengründen nicht erst im Jahr 2028 durchführen könnte. Schließlich wurde wegen Corona erst im Jahr 2023 die vierte Rennsteigmesse in Teuschnitz durchgeführt.

Michael Kaiser wies darauf hin, dass die Mitarbeiter des Bauhofs aufgrund der Finanzlage nächstes Jahr mehr Zeit hätten. Und diese sollte für die Messe genutzt werden.

Kommunale Wohnungen

Unter Punkt Informationen berichtete der Bürgermeister, dass der Markt mit den Verschönerungs- beziehungsweise Sanierungsmaßnahmen der ersten kommunalen Wohnungen gute Erfolge erzielt habe. Die Mietpreise, so ergänzte Kämmerer Thomas Reitz, seien angepasst worden. Aktuell liege der kommunale Mietpreis bei 5,50 Euro pro Quadratmeter in der Gemeinde. Sein Dank galt diesbezüglich dem Bauhof.

Benjamin Baier regte an, E-Ladegeräte vor größeren Mitprojekten zu etablieren. Der Bedarf sei vorhanden.

Carl-August Heinz (BfT/CSU) fragte nach, ob ein Bewohner des ehemaligen Rathauses eine Wohnungskündigung erhalten habe. Dies sei unwahr, so der Bürgermeister. Dem Mieter sei eine renovierte und ebenerdige Wohnung angeboten worden. „Gekündigt wurde niemandem.“

Benjamin Baier kritisierte, dass in den Wohnungen in der Schule keine Rauchmelder vorhanden, beziehungsweise angebracht worden seien. „Das ist falsch, in allen Wohnungen wurden Rauchmelder angebracht“, antwortete Hartwig Ortmann.

Weiterhin informierte Michael Kaiser darüber, dass der Markt Tettau vergangene Woche stark vom Unwetter mit Hagel betroffen war. Die Schäden an kommunalen Fahrzeugen und Gebäuden seien gemeldet und Schadensansprüche in die Wege geleitet worden.

Sebastian Eschrich (BfT/CSU) bezog sich auf die letzte Marktgemeinderatssitzung, in der das bereits geförderte Projekt am Wildberg infrage gestellt wurde. Er stellte klar: „Wir werden dafür kämpfen. Bei der Finanzierung müsse Kreativität entwickelt werden, eventuell könnten Spenden eingesammelt werden. Zudem sollte eine konkrete Planung angegangen werden.

Carl-August Heinz fragte nach einer Bürgerfragestunde im Vorfeld der jeweiligen Sitzung. Diese, so Michael Kaiser, soll nach der Sommerpause eingeführt werden.

Seniorenvertreter

Willi Güntsch (SPD/ZMT) befasste sich mit dem Jugend- und Seniorenvertreter. Er würde gern das Amt als Seniorenvertreter übernehmen. Diese beiden Themen, so Kaiser, sollen in der nächsten Sitzung behandelt werden.

Einstimmig vom Ratsgremium bestätigt wurden die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Langenau. Demnach ist Benedikt Barnickel der Erste Kommandant. Sein Stellvertreter ist Friedrich Hempfling.

Zu Beginn der Sitzung wurde des verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kleintettau gedacht, der vergangene Woche im Rahmen eines Einsatzes beim Unwetter sein Leben verloren hatte.

Zudem dankten alle Fraktionen den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren für ihren Einsatz bei dem Unwetter.