Auf Besichtigungstour durch die Kernstadt und die Stadtteile befand sich der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Eltmann, um kleinere Wünsche aus den Bürger- und Wahlversammlungen in Augenschein zu nehmen und einer Lösung zuzuführen. Dazu kamen auch Baugesuche, Umfragen zu lange diskutierten Verkehrsangelegenheiten wie der Haltestelle in Roßstadt und Änderungen im Schwimmbadkiosk in Eltmann.
Die Einrichtung von Bushaltestellen steht schon seit längerem auf der Tagesordnung und nun wurde im Rahmen der Dorferneuerung dafür auch den alten Rathaus- und Kirchplatz mit einbezogen. Seit einigen Jahren ist eine Haltestelle mitten im Ort vorhanden, die jedoch wegen ihrer Enge nicht barrierefrei ausgestattet werden kann und auch von der benachbarten Brauerei für ungünstig gehalten wird wegen des betrieblichen Verkehrs.
Umfrage zur Haltestelle
Der Bau- und Umweltausschuss hatte deswegen auf seiner letzten Sitzung beschlossen, eine Umfrage bei den beteiligten Behörden und Busunternehmen zu starten. Diese lag dem Gremium nun vor. Die BusClassic GmbH sprach sich für den Standort in der Frankenstraße aus und erachtete den Platz an der Kirche für nicht sinnvoll. Ähnlich sahen es auch Basel-Reisen sowie Stellungnahmen des ÖPNV.
Auch das Staatliche Bauamt sah die Verlegung der Bushaltestelle zum Kirchplatz sehr kritisch, zumal die Ortsstraße Kirchweg ohne die Anlage einer Linksabbiegerspur in die Bundesstraße einmünde. Deswegen empfehle man die Haltestelle in der Frankenstraße aus Verkehrssicherheitsgründen so zu belassen.
„Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte verhindert werden, auf der Freistrecke der B 26 ohne entsprechende Abbiegespur abbiegen zu lassen“, führte das Landratsamt aus und steiß damit in die gleiche Kerbe wie die Verkehrspolizei.
Bei zwei Gegenstimmen beschloss der Ausschuss, es bei der Haltestelle Frankenstraße zu belassen.
Für den Stadtteil Dippach lag ein Antrag auf Erweiterung der Ortsbeleuchtung zwischen dem Greusenhof und der Ortsstraße Am Hofacker vor. Für die Ausleuchtung wäre die Errichtung von zwei Straßenlaternen notwendig, die eine Kostensumme von 10.000 Euro verursachten.
Allerdings kam auch zur Sprache, dass die Flächen nicht im Eigentum der Stadt Eltmann stünden, sondern sich in Privathand befänden. Die Wegfläche sei allerdings öffentlich gewidmet, teilweise als Ortsstraße und teilweise als öffentlicher Feld- und Waldweg. Aus diesem Grund wolle man die Eigentumsfrage und das Vorgehen sowie die Standorte noch abklären.
Neues Feuerwehrhaus
Am Gemeindehaus in Lembach überzeugte man sich vom schadhaften Vordach, das von einer Fachfirma saniert werden sollte. Dabei wurde auch der Wunsch nach einem barrierefreien Eingang vorgebracht, und auch über eine behindertengerechte Toilette sollte man sich Gedanken machen.
Schließlich besichtigte man in Limbach das alte Feuerwehrhaus vor dem Hintergrund der Frage, ob es nicht für Exponate aus dem Heimatmuseum als Lager dienen könnte. Voraussetzung dafür wäre zuerst der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Kindergartenstraße.
Neue Überlegungen stellte Bürgermeister Daniel Purkert zum Schwimmbadkiosk an, in dem man wieder Eis, Getränke und Süßigkeiten anbieten wolle. Hierzu wären aber kleinere Umbauarbeiten notwendig, die wahrscheinlich in dieser Badesaison nicht mehr zum Tragen kommen werden.