Was braucht eine Stadt, um lebenswert zu sein? Oder anders gefragt: Was macht eine Stadt aus, damit Menschen gerne in ihr leben und sich auf vielfältige Weise entfalten können? Mit diesen und ähnlichen Fragen rund um eine nachhaltige und menschenfreundliche Stadtgestaltung durften sich zahlreiche junge Menschen in Bamberg auseinandersetzen. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) hatte zum diözesanen Georgstag eingeladen, der in diesem Jahr unter dem Thema „Bambasonne – Bauleute einer lebenswerten Stadt“ stand.
Der Titel „Bambasonne“ ist angelehnt an das berühmte Legespiel „Carcassonne“, bei dem es Ziel ist, gemeinsam eine Landkarte zu entwerfen und so zum Städtebauer zu werden. Weil der Heilige Georg Namens- und Inspirationsgeber der DPSG ist, wird sein Gedenktag auch groß gefeiert.
In diesem Jahr wurde der diözesane Georgstag zehn Jahre nach dem letzten Event erneut zum Anlass genommen, um Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Diözesanverband zusammenzubringen und einen gemeinsamen Aktionstag zu gestalten. Der heilige Georg, der für Tapferkeit und Engagement steht, ist dabei Vorbild für zahlreiche junge Menschen.
Bei strahlendem Sonnenschein kamen in Bamberg um die 200 Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene aus weiten Teilen des Erzbistums zusammen.
Bereits am Morgen versammelten sich die Teilnehmenden in St. Josef im Hain mit einem gemeinsamen Ziel: Die „Immobilienhaie“ und ihre Pläne von einer zubetonierten Stadt ohne Spielplätze, Grünanlagen und nachhaltige Energien zu stoppen und eine lebenswerte Stadt zu gestalten, in der sich die Menschen heute und in Zukunft wohlfühlen können.
In Anlehnung an „Carcassonne“ waren die Teilnehmenden aufgefordert, verschiedenen Stationen in Spielen, kreativen Aktionen und Herausforderungen Ressourcen in Form von quadratischen Plättchen zu erspielen. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren dabei als Teams in ganz Bamberg unterwegs. Stationen waren neben Geyerswörth auch der Mühlwörth, der Platz vor der Grundschule am Hain und der Schillerplatz. Die erspielten Plättchen wurden miteinander kombiniert und so zu Bestandteilen verschiedener Stadtteile, die am Ende zu einer großen Stadt zusammengefügt wurden.
Den Abschluss fand der Tag mit einem spirituellen Impuls
Fabian Brand