An diesem Wochenende werden wieder die arrivierten Stars, aber auch die Nachwuchspreisträger der Hanns-Seidel-Stiftung bei „Lieder auf Banz“ auftreten, teilt die Stiftung in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Die eindrucksvolle Kulisse auf der Wiese vor dem Bildungszentrum Kloster Banz in Oberfranken ist seit 1987 erster großer Auftrittsort der jungen Künstler. In diesem Jahr sind es mit Lina Bó, Holza sowie Chris & Henni drei außergewöhnliche musikalische Talente, die den Förderpreis für junge Liedermacher erhalten.

Am Abend vor dem großen Open-Air-Spektakel ist das Preisträgerkonzert eine Art Generalprobe vor Publikum im Großen Saal von Kloster Banz. Rund 400 Musikfans waren am Donnerstagabend dabei, als sich Lina Bó und Holza einem begeisterten Publikum vorstellten.

Der neue Stiftungsvorsitzende Prof. Klaus Holetschek, MdL, freut sich über die Neuauflage des Nachwuchspreises: „Den diesjährigen Preisträgern gratuliere ich herzlich und wünsche viel Erfolg auf dem weiteren Weg in der Liedermacherszene. Karrieren in diesem Genre führen oft über die Bühne von Kloster Banz. Die Hanns-Seidel-Stiftung kann schon auf viele etablierte Künstler zurückblicken!“ Dazu zählen Willy Astor, Carolin No, Rainald Grebe, Viva Voce, Sarah Lesch oder Bode Wartke.

Das traditionelle Preisträgerkonzert bot den ausgezeichneten Talenten einen feierlichen Rahmen und wurde in diesem Jahr von Yoela Aithnard und Lukas Hässner, beide Stipendiaten aus dem journalistischen Förderprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung, moderiert. Damit verband sich auf besondere Weise, was die Stiftung seit Jahrzehnten auszeichnet: die Förderung junger Talente in Kultur, Medien und Gesellschaft.

Susanne Breit-Keßler, stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, unterstrich die Bedeutung der kulturellen Nachwuchsförderung: „Gerade im Liedermachen zeigt sich, wie Musik Menschen bewegt und verbindet. Mit dem Förderpreis möchten wir jungen Künstlern eine Bühne geben – damit sie gehört werden und ihren eigenen Weg gehen können.“

Ihr musikalisches Repertoire konnten die Preisträger dann am Freitagabend auf der großen Bühne auf der Klosterwiese präsentieren und bekamen dort die Urkunde von Susanne Breit-Keßler überreich.

Hinzu kommt die Reichweite des Festivals weit über die Konzertabende hinaus. Der Bayerische Rundfunk zeigt die Höhepunkte traditionell im August als zweistündige Zusammenfassung im BR Fernsehen.

Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Ihr gehören Vertreter des Bayerischen Rundfunks, der Stadt Bad Staffelstein, des Veranstaltungsservice Bamberg, der Hanns-Seidel-Stiftung sowie ehemalige Preisträger und Musikjournalisten an.

Preisträger 2026

Für einen besonders berührenden Moment sorgte das Duo Lina Bó. Celina von Wrochem und Luca Bo Hansen verbinden in ihren Liedern unterschiedlichste kulturelle Einflüsse zu einem unverwechselbaren Klangbild. Folkiger Pop trifft auf Latino-Rhythmen und französisches Chanson, dazu kommen Texte voller Optimismus, Weltoffenheit und Menschlichkeit. Die beiden Musiker lernten sich während ihres Studiums an der Kunsthochschule im niederländischen Arnheim kennen. Gemeinsam bereisten sie als Straßenmusiker zahlreiche Länder Europas und sammelten dabei jene Erfahrungen, die heute ihre Musik prägen. Mit ihren Songs nahmen sie das Publikum in Kloster Banz mit auf eine musikalische Reise voller Fernweh, Lebensfreude und Hoffnung. Besonders beeindruckte die Leichtigkeit, mit der Lina Bó große Themen wie Zusammenhalt, Frieden und gesellschaftliches Engagement in eingängige Melodien und persönliche Geschichten übersetzen.

Ganz andere, aber ebenso mitreißende Töne schlug Holza an. Der Niederösterreicher Sebastian Holzer hat mit seiner Mischung aus Dialektpop, Reggae, Austropop und volkstümlichen Elementen einen unverwechselbaren Stil entwickelt. Bereits als Kind entdeckte er seine Leidenschaft für die Steirische Harmonika. Später kamen zahlreiche weitere Instrumente hinzu. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme an der österreichischen Castingshow „Starmania“, bei der er 2022 das Finale erreichte. Doch statt auf schnelle Erfolge zu setzen, ging Holza konsequent seinen eigenen musikalischen Weg weiter. In Kloster Banz präsentierte er Songs seines Debütalbums „Kummowa“, mit denen er für mehr Menschlichkeit, Respekt und Dialog auf Augenhöhe wirbt. Seine Musik verbindet traditionelle alpenländische Klänge mit modernen Rhythmen und einer ansteckenden positiven Energie.

Das Duo Chris & Henni konnten bei den „Liedern auf Banz“ nicht persönlich auftreten, da sie in diesen Tagen die Geburt ihres Kindes erwarten. Die Jury würdigte dennoch ausdrücklich ihre außergewöhnliche künstlerische Arbeit. Chris & Henni verbinden moderne Singer-Songwriter-Musik mit Folk- und Pop-Elementen. Ihre Songs erzählen von den großen und kleinen Fragen des Lebens, von Hoffnung, Zweifeln, Begegnungen und Zuversicht. Dabei schöpfen sie ihre Inspiration aus persönlichen Erfahrungen und ihrem christlichen Glauben. Bei „Lieder auf Banz“ 2027 werden Chris & Henni ihren Auftritt.red