Gegenstand in der Walsdorfer Gemeinderatssitzung im Februar war eine Bauvoranfrage für die Errichtung von 16 Reihenhäusern im Bebauungsplan „Unterer Baumgarten“, die auf einer Baulücke von 6000 Qua­dratmetern entstehen sollten. Da die Festsetzungen des aktuell gültigen Bebauungsplanes eine derartige Bebauung nicht vorsehen, hatte der Gemeinderat eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Ergebnis: Die unmittelbar betroffenen Nachbarn erhoben wegen der starken Wohnraumverdichtung und der damit verbundenen stark steigenden Verkehrsbelastung massive Einwände und bemängelten auch die zu geringe Anzahl der vorgesehenen Abstellplätze.

In mehreren Besprechungen und bei einem Ortstermin wurde die Situation daraufhin mit den Nachbarn diskutiert und schließlich ein Kompromiss gefunden. Dieser Kompromiss wurde im Bauausschuss der Gemeinde Walsdorf vorberaten und sollte die Grundlage für das Verfahren der Bebauungsplanänderung sein. Die ursprünglich geplanten 16 Baurechte werden durch den Kompromiss um drei Baurechte reduziert und Platz für Stellplätze soll geschaffen werden.

Der Investor teilte nun am Tag der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Walsdorf schriftlich mit, dass er den gefundenen Kompromiss nicht annehmen könne, und zog daher seine Bauvoranfrage zurück. Erster Bürgermeister Mario Wolff ( Freie Liste ) bedauerte den Rückzug des Investors sehr, da er der Meinung ist, dass der gefundene Kompromiss für alle Beteiligten eine gute Lösung gewesen wäre. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es dringend erforderlich sei, erst die bestehenden Baulücken in den vorhandenen Bebauungsgebieten zu schließen, bevor man neue Baugebiete ausweisen kann. Für einer weiteren geplanten Nachverdichtung im Bebauungsplan „Vorderer Weinbach II“ gingen keine Einwände bei der Gemeinde ein, damit kann das Verfahren für eine Änderung des Bebauungsplanes planmäßig begonnen werden.

Jugendraum im Sportheim

Zweiter Bürgermeister Stefan Huttner ( Freie Liste ) informierte den Gemeinderat über den Sachstand „Ausbau Jugendraum“ im Dachgeschoss des Sportheimes des SV Walsdorf . Bereits im Dezember 2016 hat der Gemeinderat die erste Rate in Höhe von 5000 Euro dafür genehmigt und ausbezahlt. Damals wurde der Trockenausbau im Dachgeschoss teilweise schon fertigstellt. Nun sollen die restlichen Arbeiten für den Ausbau des Jugendraumes einschließlich der Toiletten erfolgen, dafür stehen im aktuellen Haushalt 10 000 Euro bereit. Zusätzlich wird der Ausbau aus Spenden des Frühlingskonzertes gefördert.

Ein wichtiges Ziel des im Jahr 2020 neu gewählten Gemeinderates war es, die Homepage der Gemeinde attraktiv und zeitgemäß zu gestalten und die Onlineangebote für die Gemeindebürger weiter auszubauen. Nach acht Monaten Vorbereitung konnte Projektleiter Stefan Huttner die neue Homepage präsentieren. Sein Dank galt der Arbeitsgruppe, die aus Ehrenamtlichen, Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und Gemeinderäten bestand und die sich an der neuen Gestaltung der Homepage mit großem Engagement und in ihrer Freizeit beteiligt haben.

Für den geplanten Trimm-dich-Pfad wurde jetzt eine 3,3 Kilometer lange Strecke auf gemeindlichen Wegen festgelegt. Der Streckenstart ist am Sportgelände des SV Walsdorf und führt über Schafberg und Judenfriedhof an die Aurach und über die Walsdorfer Kleingärten wieder zum Sportgelände zurück. Entlang der Strecken werden 18 Stationen mit Hinweistafeln errichtet. Die Übungsgeräte werden größtenteils von der Gemeinde Walsdorf finanziert sowie aus Spenden des Frühlingskonzerts.

Das Schnelltestangebot in der Gemeinde Walsdorf soll weiter ausgebaut werden. Geplant ist, die Anzahl der Testtage auszubauen und den Ablauf mittels einer App, wie diese schon in einigen Nachbargemeinden verwendet wird, zu optimieren. Die Erweiterung ist natürlich auch davon abhängig, dass genügend freiwillige ehrenamtliche Helfer für den Betrieb des Testzentrums in der Herzogscheune gefunden werden.

Am Ende der Sitzung informierte Bürgermeister Wolff über den Sachstand der mögliche Refood-Ansiedelung in Hetzentännig. Bisher wurden vonseiten der Gemeinde Walsdorf mit der Firma Refood nur Gespräche geführt, es hat noch kein Grundstückserwerb stattgefunden. Im nächsten Schritt wurde pandemiebedingt anstelle einer Bürgerversammlung eine Onlinekonferenz organisiert. Für Bürgeranfragen zu der geplanten Ansiedlung wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Bürgermeister Wolff führte weiter aus, dass die Gewerbetreibenden bei der Gemeinde Walsdorf nicht Schlange stünden und der Walsdorfer Gemeinderat das Für und Wider einer möglichen Ansiedlung ausführlich prüfen und abwägen müsse.