An einem strategischen Fahrplan für die kommunale Wärmeplanung arbeitet aktuell das Klimaschutzmanagement der Stadt Forchheim . Auf Grundlage der Vorgaben des Freistaats Bayern sowie des Wärmeplanungsgesetzes soll laut Pressemitteilung die Wärmeversorgung in Forchheim künftig klimaneutral, sicher und bezahlbar gestaltet werden.
Dabei berücksichtige die Stadtverwaltung die örtlichen Gegebenheiten ebenso wie technische, wirtschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen. Ein Meilenstein für ein Zukunftsbild für die klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt Forchheim war demnach ein Workshop im Digitallabor der Stadt Forchheim .
„Für die kommunale Wärmeplanung ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie der Stadtwerke unverzichtbar, vorhandenes Fachwissen wird frühzeitig zusammengeführt und bestehende Planungen werden aufeinander abgestimmt“, erklärt Klimaschutzmanagerin Sophia Ramer.
Matthias Hoffmann, Sachgebietsleiter der städtischen Geodatenverwaltung, ergänzt: „Das Digitallabor bietet als moderner Innovationsraum ideale Voraussetzungen für den gemeinsamen Austausch.“ Bestehende Planungen wurden im Workshop vorgestellt, aktuelle Entwicklungen berücksichtigt und fachliche Einschätzungen diskutiert.
Darüber hinaus würden auch die Stadtwerke und Gewerbetreibende in den Planungsprozess eingebunden. In den weiteren Prozess werde auch die Öffentlichkeit einbezogen. Informationsveranstaltungen seien in Planung.
Die kommunale Wärmeplanung soll eine Grundlage für zukünftige Entscheidungen rund um die Wärmeversorgung von Gebäuden schaffen. Sie ersetze jedoch keine individuelle Energieberatung oder konkrete Planung für einzelne Gebäude. Nach Abschluss der Wärmeplanung erhalten Bürger einen Überblick darüber, ob ihr Gebäude in einem Gebiet mit Potenzial für ein Wärmenetz liegt, welche Formen der Wärmeversorgung langfristig zur Verfügung stehen könnten und welche Entwicklungen in ihrem Stadt- oder Ortsteil zu erwarten sind.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand zeichnet sich laut Stadtverwaltung bereits ab, dass in den Stadtteilen Burk, Buckenhofen und Reuth kurzfristig nicht mit einem Ausbau von Wärmenetzen zu rechnen ist.
Keine Verpflichtung
Die kommunale Wärmeplanung zeige auf, wie die Wärmeversorgung einer Kommune langfristig auf erneuerbare Energien und andere klimafreundliche Wärmequellen umgestellt werden kann. Wichtig dabei sei, dass die Wärmeplanung keine verbindlichen Entscheidungen für einzelne Gebäude oder Grundstücke vorgebe. Sie verpflichte weder zum Einbau einer bestimmten Heizungsanlage noch zum Anschluss an ein Wärmenetz.
Bei Fragen steht das Klimaschutzmanagement der Stadt Forchheim zur Verfügung, Telefon 09191/714-423, E-Mail klimaschutz@forchheim.de. red