Gemeinsam mit der Deutschen Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) engagiert sich die Joseph-Stiftung erneut im Senegal. Mit insgesamt 50 000 Euro beteiligt sich das kirchliche Wohnungsunternehmen aus Bamberg an einem Projekt zur Verbesserung der Ernährungssicherheit bedürftiger Bevölkerungsgruppen in der ländlichen Gemeinde Ngoye. Diese liegt rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Dakar im Landesinneren und gehört verwaltungstechnisch zum Département Thiès.

Sozialer Auftrag

„Als Teil der Erzdiözese Bamberg sehen wir uns in der moralischen Pflicht, uns im sozialen Bereich zu engagieren. Diese Verpflichtung ist im Stiftungsauftrag der Joseph-Stiftung festgeschrieben“, sagt Vorstand Klemens Deinzer. „Wir freuen uns schon darauf, bei einem Besuch vor Ort das Erreichte zu sehen.“

Das Projekt umfasst eine Reihe von Maßnahmen auf einer Gesamtfläche von rund fünf Hektar. In diesem Jahr sind der Bau eines Tiefbrunnens mit Wassertank, die Herrichtung landwirtschaftlicher Flächen und einer multifunktionalen Gebäudeplattform mit Hirsemühle, Lagerflächen und Hühnerställen sowie Unterstellmöglichkeiten für landwirtschaftliche Geräte geplant.

„Wir wollen vor Ort eine wirtschaftliche Interessengemeinschaft aufbauen, die auch nach dem Ende des Projektes ohne Fördergelder eigenständig existieren kann“, erklärt Deinzer. Die Projektschwerpunkte sind vor allem die Bekämpfung der Armut , die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit, die Verbesserung der Wasserversorgung sowie die Förderung der Berufsausbildung von vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie Frauen und jungen Menschen.

Insgesamt verfügt das Projekt über ein finanzielles Volumen von rund 400 000 Euro, die auf drei Jahre in verschiedene kleinere Projektteile investiert werden sollen. Profitieren sollen vor allem besonders bedürftige und mehrfach diskriminierte Bevölkerungsgruppen wie kleinbäuerliche Familien, alleinerziehende Frauen oder Jugendliche ohne Berufsausbildung. Rund 200 Personen wird ermöglicht, auf einer Fläche von vier Hektar Landwirtschaft zu betreiben. Weitere 25 Personen arbeiten in einer multifunktionalen Gebäudeplattform. Als indirekte Zielgruppe wird die Bevölkerung der Region Ngoye mit circa 60 000 Menschen betrachtet, die unter anderem von der verbesserten Wasserversorgung profitiert. red