Der Bamberger (Foto-)Journalist Till Mayer wurde mit dem Coburger Medienpreis ausgezeichnet – und das gleich doppelt. Aus über 100 Einsendungen hat der Medienclub Coburg im Rahmen einer Online-Preisverleihung am Donnerstagabend die Gewinner gekürt. Zuvor hatte eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Prof . Dr. Olaf Hoffjann, Dr. André Haller und Thomas Nagel , die eingereichten Arbeiten bewertet.

In der Kategorie Schöpfung gewann der Bamberger zweimal. Seine multimediale Ausstellung „Erschüttert – Einschläge, die alles ändern“ erhielt aufgrund der hohen Punktzahl sowohl den nationalen als auch regionalen Preis. Die Protagonisten der Ausstellung „Erschüttert“ sind Überlebende von Bombardierungen und völkerrechtswidrigem Einsatz von Explosivwaffen gegen Zivilisten. In der Ausstellung erzählen sie von ihren schweren Schicksalen, denen sie mit Kraft trotzen. Doch die Einschläge haben ihr Leben für immer erschüttert. Reportagen über die Protagonisten erschienen auch beim Fränkischen Tag.

Till Mayer hat einen Fokus seiner Arbeit auf die Dokumentation der Langzeitfolgen von Kriegen gelegt. Er berichtete schon aus über 30 Kriegs- und Konfliktgebieten weltweit unter anderem für spiegel.de. Bei den BRK-Kreisverbänden Bamberg und Lichtenfels engagiert er sich als Konventionsbeauftragter. Die Ausstellung, die mit Förderung des Entwicklungsministeriums und in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Handicap International entstand, wurde 2019 im Bundestag erstmals präsentiert. Nach erfolgreicher Wanderschaft kann sie nun auf www.erschuettert.org online angesehen werden. Mehr zu Till Mayer gibt es auf www.tillmayer.de. red