Als Spielgemeinschaft gehen die Sportfreunde Unterpreppach und der FC Rentweinsdorf in die neue Saison der Fußball-Kreisklasse Itzgrund. Trainer der neuen SG ist Frank Geuß, der viele Jahre für den TV Ebern auflief.

Herr Geuß, Sie haben jüngst das Traineramt bei der SG Unterpreppach/Rentweinsdorf in der Kreisklasse 3 des Kreises Coburg übernommen. Wie kam der Kontakt zustande?

Frank Geuß: Der Kontakt kam über meinen ehemaligen Jugendtrainer Gerald Oppelt zustande. Gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Unterpreppach und Rentweinsdorf wurden bereits im Winter Gespräche geführt und ich bin sehr froh, jetzt der erste Trainer der neu gegründeten SG sein zu dürfen.

Sie sind mit 26 Jahren ein noch recht junger Trainer. In Unterpreppach hat man damit schon gute Erfahrungen mit Konstantin Körner und Nils Hohmann gemacht. Wie sehen Sie die Tatsache, dass einige Ihrer Mitspieler älter sind in Bezug auf Respekt und Autorität?

Für mich ist das Alter eines Trainers oder Spielers zweitrangig. Durch meine fußballerische Laufbahn habe ich auch im jungen Alter schon viele Erfahrungen gesammelt, die ich gerne an meine Mannschaft weitergeben will.

Sie waren bereits in jungen Jahren Jugendtrainer in Memmelsdorf und Ebern. Wie kam es dazu, dass Sie bereits früh ins Trainergeschäft eingestiegen sind und in letzter Zeit hingegen nichts gemacht haben?

Der Einstieg als Spielertrainer in der A-Jugend ist damals eher aus der Not heraus entstanden. Ich habe dann aber besonders in Ebern gemerkt, dass es mir gefällt, meine Spielidee einbringen zu können und gemeinsam mit einer Mannschaft daran zu arbeiten. Die letzten Jahre waren aufgrund meines Studiums parallel zur Arbeit herausfordernd, aber jetzt war für mich der richtige Zeitpunkt, um erneut ein Traineramt zu übernehmen.

Nun nach den ersten Eindrücken der Vorbereitung: Wie wurden Sie in der SG aufgenommen und welchen Eindruck haben Sie über die beiden Vereine ?

Ich wurde hervorragend aufgenommen. Die Spieler beider Vereine und die Neuzugänge verstehen sich bestens und haben bereits nach sehr kurzer Zeit zusammengefunden. Die Vereine mit ihren Spielern und Verantwortlichen passen aus meiner Sicht sehr gut zusammen.

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Unterpreppach und Rentweinsdorf in der neu gegründeten SG?

Die Funktionäre beider Vereine sind sehr engagiert und schaffen für die Mannschaft beste Voraussetzungen. Wir haben den Vorteil sowohl in Unterpreppach als auch in Rentweinsdorf auf einem sehr guten Platz trainieren und spielen zu können. Auch die Abstimmung läuft auf sehr kurzen Wegen bisher optimal.

Welche Saisonziele definieren Sie mit Ihrer Mannschaft für die kommende Serie?

Wir möchten weitestgehend verletzungsfrei bleiben und gemeinsam Spaß am Fußball haben. Wenn das klappt und jeder Spieler sich weiterentwickelt, werden wir auch eine gute Saison spielen, davon bin ich überzeugt.

Zurückblickend auf Ihre Zeit beim TV Ebern : Wie schwer fiel es, die Turner zu verlassen, was hat Sie in dieser Zeit vielleicht am meisten geprägt und was ist besonders in Erinnerung geblieben?

Meine Zeit in Ebern von der Jugend bis zuletzt war wirklich sehr schön. Die kontinuierliche Weiterentwicklung mit dem folgerichtigen Aufstieg in die Bezirksliga und dem vierten Platz in der letzten Saison zeigen die überragende Entwicklung des Vereins unter Trainer Laurenz Graß. Natürlich ist es mir nicht leicht gefallen, den TVE zu verlassen, bei dem weiterhin viele Freunde spielen. Trotzdem war es für mich der richtige Zeitpunkt für eine neue Herausforderung als Spieler und Trainer.

Interview: Alexander Grober