Einem der sicherlich ausgefallensten Hobbys im Landkreis Lichtenfels frönt alle Jahre die Burgkunstadterin Anja Dießenbacher. Ein Hobby , das gerade in der vergangenen Weihnachtszeit viel Beachtung gefunden hat. Trotz anhaltender Corona-Pandemie ließ Anja Dießenbacher ihr Haus und das Anwesen wie in den Vorjahren in hellem Weihnachtsglanz erstrahlen.

Ein Lichterhaus mit über 19 000 leuchtenden kleinen Lichtern hatte sie ab August installiert. So verbreitete sie doch ein wenig Weihnachtszauber und machte vielen Menschen, die am Haus in der Goethestraße 6 vorbeikamen, eine Freude.

Selbst Bürgermeisterin Christine Frieß zeigte sich sehr angetan von der Aktion: „Wenn wir schon keinen Weihnachtsmarkt hatten, war es doch schön, dass wieder das Lichterhaus im Advent und zur Weihnachtszeit leuchtete.“

Spendenbox vor dem Lichterhaus

Auch einem guten Zweck dient die Aktion: Die Spenden von Schaulustigen gehen an das Lichtenfelser Tierheim. Dafür hatte Anja Dießenbacher eine Spendenbox vor dem erleuchteten Haus aufgestellt. Das Ergebnis war mit 700 Euro einmal mehr überwältigend. „Dies ist eine wesentliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr“, sagt sie und ist allen Spendern dankbar, zumal auch diesmal keine Einschalt-Eröffnungsfeier möglich war. Diese hat sie aber fürs nächste Jahr ins Auge gefasst. Dann soll es Bratwürste und Glühwein geben und DJ Trulli für das musikalische Flair sorgen. Der Reinerlös käme wieder in die Spendenbox. „Vielleicht geht noch ein bisschen mehr“, meint Anja Dießenbacher hoffnungsvoll. Weitermachen mit dem Hobby wird sie auf jeden Fall.

Diese Freude teilte jetzt bei der Spendenübergabe Eva Apel, Zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Lichtenfels, der die Spenden von 700 Euro erhält. Im Tierheim Lichtenfels werde das Geld für einen guten und wichtigen Zweck verwendet, sagt Anja Dießenbacher. „Tiere sind die besseren Menschen. Von ihnen bin ich noch nie enttäuscht worden“, betont sie.

Über die großzügige Spende freute sich Eva Apel sehr. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie seien der Publikumsverkehr im Tierheim und damit auch die Spenden zurückgegangen. „Umso schöner ist es, dass Anja Dießenbacher und andere Organisationen und Spender an uns denken.“ Ohne Spenden wäre es kaum möglich, die 400 Fundtiere jährlich zu entwurmen, zu impfen und aufzupäppeln, um sie weitervermitteln zu können. rdi